Sponsoring
Banker und Beuys

Joseph Beuys' Kunst ist für viele Betrachter immer noch schwer zugänglich. Dennoch hat sich HSBC Trinkaus entschieden, die große Retrospektive in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen mit einer beträchtlichen Summe zu fördern.
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Sponsoring einer Bank für ein herausragendes Museum am Ort ist nicht ungewöhnlich, auch wenn es exklusiv und nachhaltig ist. Außergewöhnlich aber ist, dass sich HSBC Trinkaus "nicht für einen gefälligen Blockbuster entschieden hat", so Marion Ackermann, die neue Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein Westfalen, sondern für Joseph Beuys.

Andreas Schmitz, Sprecher des Vorstands von HSBC Trinkaus, schätzt an Beuys seine Anstöße, kreativen Kräfte, die Reflexion der Freiheit und den Aufruf zu Selbstbestimmung. Schließlich hieß sein Kunsterzieher im Internat einmal Franz Joseph van der Grinten, der früher Förderer und Sammler von Beuys.

Joseph Beuys selbst hatte keine Berührungsängste mit Banken und Bankern. Er war nicht nur mit dem Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Hermann Josef Abs, befreundet. Der Künstler benutzte auch einen Trinkaus-Kassenauszahlungsschein für eine Zeichnung.

HSBC Trinkaus fördert die kostenintensive Joseph-Beuys-Retrospektive der Kunstsammlung NRW mit einer Summe, die weit über dem üblichen Sponsorenbeitrag liegt. "Sie ist die größte Förderung, die einer Einzelausstellung in der Geschichte des Museums zufließt", so Ackermann. Denn die 2 Mio. Euro teure Beuys-Schau soll das Herzstück der Quadriennale 2010 werden. Die 1785 gegründete Privatbank aus Düsseldorf feiert dann ihr 225-jähriges Firmenjubiläum.

www.kunstammlung.de www.hsbctrinkaus.de

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