Spritpreise
Im Urlaub tanken - und sparen

Die letzte Tankstelle vor der Grenze - sie war für deutsche Urlauber früher ein Muss. Doch heute gilt der umgekehrte Fall. Die Rekordstände beim Spritpreis treiben die Deutschen sogar zu Tank-Ausflügen in angrenzende Nachbarländer. Denn in Österreich, Tschechien, Polen, Luxemburg und Frankreich ist Kraftstoff viel günstiger. Selbst an Schweizer Zapfsäulen locken niedrigere Benzin-Preise die erfahrenen Grenzgänger. Von diesem Preisgefälle können in der Urlaubszeit also Millionen Bürger profitieren.

HB DÜSSELDORF. Wer mit dem Wagen in die Ferien aufbricht und den hohen deutschen Spritpreisen entgehen will, sollte die Tankstopps allerdings sorgfältig planen, am besten schon vor der Abreise wie Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE) rät. Es könne sich aber generell auszahlen, wenn man erst hinter der deutschen Grenze im Ausland seinen Tank wieder voll mache. "Es ist legitim, wenn Bundesbürger die Unterschiede nutzen", meint auch Maximilian Maurer vom ADAC. Sein Tipp: "Vergleicht vor Abfahrt die Preise in Europa und tankt dort, wo's billiger ist." Pünktlich mit Beginn der Hauptreisesaison sei wieder die Tendenz zu beobachten, dass die Spritpreise zu Hause angezogen hätten. Der Preis für Superbenzin in Deutschland liegt dabei deutlich über dem Durchschnittpreis in der Europäischen Union. Einen wöchentlich aktuellen Europa-Überblick bietet der Autoclub AvD auf seiner Internetseite www.avd.de. Steuern Urlauber die Zapfsäulen bei den Nachbarn im Süden oder Osten an, können sie ihren Geldbeutel am meisten schonen - bis deutlich über 20 Prozent in Tschechien, Österreich oder Polen. In Italien gibt es dagegen wenig zu sparen, dort ist das Super genauso teuer wie daheim. Auch wer Diesel braucht, sollte die Reichweite seiner Tankfüllung genau berechnen. Die größte Ersparnis (gut 20 Prozent) winkt dabei an Luxemburger Tankstellen. Besonders günstig ist Diesel ebenso Österreich, Polen oder Tschechien, aber auch in Spanien. Sprit-Schnäppchenjäger, die auf der Heimfahrt auch noch den Kanister für die Zeit nach dem Urlaub voll machen wollen, müssen allerdings aufpassen. Laut Zollvorschriften dürfen nur maximal 20 Liter Kraftstoff in einem einzigen Kanister aus einem EU-Staat im Kofferraum mit heim genommen werden. Und: "Vier kleine Behälter a fünf Liter gehen nicht", betont der Zoll in München. Aus Drittländern wie der Schweiz ist außerdem nur die Einfuhr von zehn Litern im Reservekanister erlaubt. Wer jeweils mehr vom Billig-Sprit bunkern will und mit mehreren Behältern im Auto erwischt wird, riskiert mächtig Ärger mit dem Zoll. Wird das eigene Auto zum Tanklaster umfunktioniert, "wäre das auch viel zu gefährlich", warnt ADAC-Sprecher Maurer vor "fahrenden Benzinbomben". Außerdem dürfen anschließend zu Hause in der Garage auch nicht mehr als 20 Liter gelagert werden.

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