Stadtrat lehnte sofortigen Baubeginn ab
Brücke im Dresdner Elbtal wird vorerst nicht gebaut

Die umstrittene Waldschlösschenbrücke im Dresdner Elbtal kann vorerst nicht gebaut werden. Der Stadtrat lehnte auf einer Sondersitzung am Donnerstagabend die Forderung der CDU nach einem sofortigen Baubeginn ab. Die Dresdner hatten in einem Volksentscheid zunächst für den Bau der Brücke gestimmt, dann drohte jedoch die UNESCO mit der Aberkennung des Titels „Weltkulturerbe“.

HB DRESDEN. Zugleich wurde der der amtierende Bürgermeister von Dresden, Lutz Vogel, beauftragt, mit dem Welterbebüro der Unesco gemeinsam nach Alternativen zu suchen. Die Unesco hält den Bau für einen nicht wieder gut zu machenden Eingriff in eine einmalige Kulturlandschaft und droht mit der Aberkennung des Titels.

Das malerische Elbtal war 2004 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden. Der Bau der Brücke ist in Dresden seit Jahren heftig umstritten. Bei einem Bürgerentscheid hatten die Einwohner der Stadt Anfang 2005 mehrheitlich für das 160 Mill. Euro teure Projekt gestimmt. SPD, Linkspartei und Grüne forderten nun einen neuen Bürgerentscheid, da sich nach der Unesco-Entscheidung die Situation geändert habe. Die Abstimmung über die Vergabe von Bauleistungen wurde vertagt. CDU und FDP sprachen von rechtswidrigen Entscheidungen. Die Delegierte der Kultusministerkonferenz bei der Unesco, Birgitta Ringbeck, warnte zu Beginn der Sitzung vor einem Imageschaden. Dresden wäre weltweit die erste Stadt, die den Welterbetitel verlieren würde. Als Alternative komme eine Tunnellösung in Betracht, schlug sie vor.

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