Tate Modern
In gigantischen Öltanks wird Kunst gezeigt

Sie sind 30 Meter lang und sieben Meter hoch - in umgebauten Öltanks will das Londoner Museum Tate Modern Kunst präsentieren. Das 245-Millionen-Euro Projekt soll pünktlich zu den Olympischen Spielen eröffnet werden.
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LondonDas Londoner Museum Tate Modern erweitert seine Ausstellungsfläche und öffnet mehrere gigantische Öltanks für Schauen und Veranstaltungen. Die umgebauten Tanks sollen pünktlich zu den Olympischen Spielen in London im Sommer 2012 eröffnet werden. Die Tate Modern, die auf moderne und zeitgenössische Kunst spezialisiert ist, ist in einem riesigen alten Kraftwerk direkt an der Themse Zuhause. Die Öltanks seien bis zu 30 Meter lang und sieben Meter hoch.

Neben Ausstellungen sollen dort auch Performances und weitere Veranstaltungen stattfinden. In den zehn Jahren seit der Eröffnung der Tate Modern stiegen die Besucherzahlen deutlich an, deshalb sind weitere Baumaßnahmen in Planung. Bis 2016 soll die Ausstellungsfläche um mehr als die Hälfte gewachsen sein. Rund 70 Prozent der Baukosten von 215 Millionen Pfund (245 Millionen Euro) seien durch Spenden aufgebracht worden, hieß es.

„Mit dem neuen Gebäude werden wir mehr von unserer Kollektion zeigen können, und die Öltanks dürften zu den aufregendsten Räumlichkeiten für moderne Kunst weltweit zählen“, sagte Tate-Direktor Nicholas Serota. Die gesamte Tate-Museumsgruppe verzeichnete nach eigenen Angaben im Zeitraum von April 2010 bis März 2011 herausragende Zahlen: 7,4 Millionen Besucher seien in die vier Häuser gekommen - Tate Britain, Tate Modern, Tate Liverpool und Tate St Ives. Zu den Highlights zählten Ausstellungen mit Werken von Paul Gauguin in der Tate Modern und von Pablo Picasso in der Tate Liverpool sowie eine Installation des chinesischen Künstlers Ai Weiwei in der Tate Modern.

Die Internetseiten hätten 19 Millionen Besucher gehabt. Damit sei die Tate nach dem Pariser Louvre die weltweit zweitbeliebteste Kunstorganisation. In Zeiten knapper Staatskassen habe man sich ein unabhängiges Einkommen bewahrt und 287 Kunstwerke gekauft, darunter Werke aus Lateinamerika, dem Nahen Osten, Asien und Afrika, hieß es weiter. 67 Prozent der Einnahmen stammten aus privaten Quellen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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