Tausende Besucher
Ansturm zum Auftakt der Leipziger Buchmesse

Es wird voll auf der Leipziger Buchmesse: Schon zum Auftakt des Bücherspektakels am Donnerstag drängten sich Tausende Lesehungrige durch die proppevoll mit Büchern gefüllten Hallen. Insgesamt rechnen die Veranstalter bis Sonntag mit 100 000 Besuchern.

HB LEIPZIG. Mit einem enormen Publikumsandrang ist am Donnerstag die Leipziger Buchmesse (13.-16. März) gestartet. Tausende Besucher, vor allem Kinder, Jugendliche und Senioren, erkundeten die proppevoll mit Büchern gefüllten Hallen, schmökerten in den Neuerscheinungen des Frühjahrs, lauschten Schriftstellern und sammelten Kataloge und Prospekte. Das „Frühlingsfest der Bücher“, auf dem sich auf rund 63 000 Quadratmetern mehr als 2000 Verlage aus fast 40 Ländern präsentieren, hatte am Mittwochabend mit einem Festakt im Gewandhaus begonnen. Zu der Schau werden rund 100 000 Besucher erwartet.

Zum Auftakt im Gewandhaus nahm der niederländische Publizist Geert Mak (61) den mit 15 000 Euro dotierten Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung entgegen. Am Donnerstag steht die zweite bedeutende Preisverleihung der Messe auf dem Programm: 15 Autoren und Übersetzer sind für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert, der mit insgesamt 45 000 Euro dotiert ist. Zu den Nominierten gehörten Clemens Meyer, Feridun Zaimoglu und Jenny Erpenbeck.

Die Leipziger Buchmesse hat sich nach Ansicht des Verlegers Joachim Unseld (Frankfurter Verlagsanstalt) als Publikumsmesse in Deutschland fest etabliert. Mehr als 2 400 Journalisten aus rund 20 Ländern sind dieser Tage in der Stadt, um über das größte Frühjahrs-Branchenereignis im deutschsprachigen Raum zu berichten. Das Besondere an Leipzig sei, dass dort die osteuropäische Literatur sichtbar gemacht werde, sagte Unseld. Schwerpunktland der Messe ist in diesem Jahr Kroatien. Aus diesem Land kommen fast 40 Autoren.

In einem Workshop „Kinder früher fördern - Wirksamere Bildungsinvestitionen“ hat der Ökonomie-Nobelpreisträger James Heckman auf der Messe ein weltweites Umdenken in der Bildungspolitik angeregt. „Je länger wir mit der Förderung von Kindern warten, desto teurer wird es“, sagte Heckman. Investitionen in frühkindliche Bildungsmaßnahmen zahlten sich auf lange Sicht gesehen viel stärker aus als Programme zur Förderung von Grundschulkindern oder gar Jugendlichen.

Der Messe-Schwerpunkt „Bildung“ ist in diesem Jahr ausgebaut worden. Für Eltern, Lehrer und Erzieher gibt es zahlreiche Angebote. 160 Veranstaltungen richten sich an Lehrer und Erzieher, 40 an Eltern.

Parallel zur Messe hat Europas größtes Lesefest „Leipzig liest“ begonnen. Es bietet Lesungen und Foren mit 1500 prominenten Autoren, Debütanten, Politikern und Künstlern - nicht nur auf dem Messe-Gelände, sondern an 300 verschiedenen Orten in der Stadt.

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