Teuerstes Kochbuch der Welt
Ein Multimillionär revolutioniert das Kochen

Von Microsoft zum Küchenpapst: Multimillionär Nathan Myhrvold hat ein bahnbrechendes Kochbuch geschaffen - aus der Sicht eines Physikers. Für Hobbyköche dagegen ist „Modernist Cuisine“ eine echte Herausforderung.
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Die neueste Revolution der Gastronomie ist kein Gaumenschmaus. Als Appetithäppchen geht der 20 Kilo schwere Brocken ebenfalls nicht durch. Und doch versetzt das 2.500-seitige Kochbuch von Nathan Myhrvold die kulinarische Szene in Aufruhr. Kein Autor hat bislang ein Werk wie die "Modernist Cuisine: The Art and Science of Cooking" verfasst, kein Verlag ein solches publiziert. Und auch der Preis ist rekordverdächtig: 625 Dollar.

So ungewöhnlich wie das Kochbuch ist der Autor: Mit 23 Jahren promovierte er in mathematischer Physik, es folgte eine Zusammenarbeit mit Stephen Hawking. Rund 250 Patente vereint Myhrvold heute auf seinen Namen, einige darunter auf dem Gebiet der Lebensmitteltechnik. 1986 wurde die von ihm gegründete Softwarefirma von Microsoft übernommen. Bill Gates’ Weltkonzern blieb der bärtige und bebrillte Forscher in Blue Jeans bis 1999 treu - und arbeitete dort zuletzt im Top-Management.

Der sechsbändige Wälzer gilt trotz oder vielleicht gerade wegen der ungewöhnlichen Vita des Autors als ein Meilenstein der Haute Cuisine. Zwischen einer und zehn Millionen Dollar hat Myhrvold dafür aufgewendet. Konkrete Zahlen möchte der Gründer und CEO von Intellectual Ventures nicht nennen. Sicherlich seien mehrere Millionen geflossen, schätzen die Rezensenten. Mit ihrer Vermutung könnten sie recht haben: Myhrvold ließ für das Buchprojekt ein 1.200 Quadratmeter großes Labor einrichten und darin ein 46-köpfiges Team rund fünf Jahre lang tüfteln. Die Leitung übernahmen neben Myhrvold die zwei Koch-Koryphäen Chris Young und Maxime Bilet.

In dem Werk dreht sich alles um das laborinspirierte Kochen - die Molekularküche. Myhrvold räumt ihr einen ähnlichen Stellenwert wie dem französischen Impressionismus und dem deutschen Bauhaus ein: Kochen begreift er als eine Kunst, in der es zuallererst um die Zähmung der Hitze und des Wassers geht, aus dem unsere Nahrung zum größten Teil besteht. Sein Werk ist daher weniger ein Kochbuch, vielmehr eine Odyssee durch die Wissenschaft des Kochens. "Um diese Bände zu rezensieren, bräuchte es Experten, die in Physik, Chemie, Mikrobiologie, Lebensmittelkunde sowie Maschinenbau bewandert sind," klagt Michael Ruhlman in der "New York Times".

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  • Also ich hab das Buch und finde es viel praxisnäher als in dem Artikel beschrieben. Auch der Preis....für 20kg mit sensationaller Bilderdruck-Qualität (angeblich allein 4kg Farbe) zahlt man im Verhältnis auch nicht mehr als wenn ein 300g-Taschenbuch 9,95€ kosten. Der Preis entspricht einem Abendessen zu zweit in einem Spitzenrestaurant, oder für vier in der gehobenen Gastronomie.... wenn man dafür sich das Knowhow draufschaft, nur 5 Gerichte auch so hinzukriegen.... ich finde es jeden Cent wert.

  • voll cool!!!

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