Thaddäus Ropac
Raum für tonnenschwere Skulpturen

Der österreichische Galerist Thaddäus Ropac will wachsen. Im Nordosten von Paris eröffnet er Ende 2012 einen großen Gebäudekomplex. Dort kann er auch monumentale Werke zeigen. VON OLGA-GRIMM-WEISSERT
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Paris„Es ist effektiv ein Statement für Paris“. So unterstreicht der in Salzburg und Paris ansässige Galerist Thaddäus Ropac seinen Plan, in Paris Ende 2012 eine große Dependance zu eröffnen. 3500 Quadratmeter soll der Gebäudekomplex umfassen.

Ropac wählte eine Industrieanlage aus den 1920er-Jahren im Nordosten von Paris, die er parallel zu seiner seit 20 Jahren in Paris expandierenden Galerie im Marais betreiben wird. Das Architektenbüro Butazzoni wird vier langgestreckte Lagerhallen mit Oberlicht miteinander verbinden. Dort können Monumentalwerke, besonders Skulpturen, produziert und präsentiert werden. Ein weiteres Gebäude ist für Künstlerateliers vorgesehen, ein anderes wird als Depot genutzt. In nur 20 Autominuten ist der neue Raum an der Peripherie erreichbar.

Seine Salzburger Stammgalerie eröffnete der Galerist vor rund 25 Jahren. Im Vorjahr ließ er in Salzburg eine zusätzliche, riesige Galeriehalle mit allen technischen Finessen erbauen.

Museen haben weniger Platz

Die in Salzburg und Paris parallel geführte künstlerische Programmlinie wird weiter geführt. „Aber wenn man eine zwölf Tonnen schwere Skulptur präsentiert, bin ich im Marais mit derartigen technischen und statischen Probleme konfrontiert, dass wir beschlossen, eine zusätzliche räumliche Lösung zu finden“, erklärt der Galerist. „Und für mich kam dabei nur Paris in Frage“, hebt er hervor.

Ropac schätzt, dass er zusätzlich zu seinen 40 Mitarbeitern weitere zehn weitere engagieren wird. Die Leitung der neuen Räume soll Hand in Hand mit Thaddäus Ropac zusammenarbeiten. Wer den zukünftigen Ropac-“Space“ mit seinen 3.500 Quadratmetern mit den jüngst eröffneten Bonnard- und Lalique-Museen vergleicht, die jeweils nur über 900 Quadratmeter Nutzfläche verfügen, dann werden die gigantischen Ausmaße dieses privaten Pariser Projektes erst vorstellbar. Vergleichbares gibt es wohl nur in England und den USA.

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