„Tonskulptur“ könnte manchen Besucher irritieren
Tate Modern präsentiert unsichtbare Ausstellung

Am Dienstag ist die "Ausstellung" des US-Künstlers Bruce Nauman eröffnet worden. Exponate suchen die Kunstinteressierten allerdings vergeblich, denn "Rohmaterialien" ist eine reine Klanginstallation.

HB LONDON. Für 375 000 Euro hat der amerikanische Künstler Bruce Nauman das Foyer eines großen Londoner Museums mit einer unsichtbaren Installation ausgestattet. Der riesige Turbinenraum der Tate Modern ist völlig leer - bis auf einige Lautsprecher, aus denen Wortfetzen hallen. Die „Ausstellung“ des 62-Jährigen mit dem Titel „Rohmaterialien“ wurde am Dienstag eröffnet.

Nauman sagte, er sei durch das Geschrei von Schulklassen zu dem Werk inspiriert worden. „Die unterschiedlichen Stimmen überlappen sich, so dass man selbst seinen Standpunkt wählen muss, wenn man etwas verstehen will“, erläuterte er. Das sage etwas „Grundlegendes über die menschliche Befindlichkeit“ aus, fügte die Ausstellungskuratorin Emma Dexter hinzu. Nauman räumte ein, dass die „Tonskulptur“ auf manche Besucher irritierend wirken könne. Er halte es selbst auch nie lange in der Nähe seiner Kunstwerke aus. Die Ausstellung ist bis zum 28. März täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, freitags und samstags bis 22.00 Uhr.

Internet: www.tate.org.uk

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