Touristenschelte
Manieren auf der Chinesischen Mauer

Die Regierung hat genug von den Späßen und Kunststücken der Touristen auf der Chinesischen Mauer. Deshalb sind "unangemessenes Verhalten" und Gruppenaktivitäten auf dem Nationalbauwerk verboten. Haltung ist gefragt.

HB PEKING. „Das Fehlverhalten von Touristen hat der Großen Mauer und ihren historischen Merkmalen Schaden zugefügt“, wurde ein Kabinettsmitglied auf der Internetseite der Regierung zitiert. Die gesetzlichen Vorschriften halten die Kommunalverwaltungen auch dazu an, die Zahl der Besucher des Bauwerks zu begrenzen.

Teilstücke der Mauer, die nicht für die Öffentlichkeit freigegeben sind, waren bisher beliebte Orte für Veranstaltungen mit elektronischer Musik. Im vergangenen Jahr erregte eine Mauerparty öffentliche Empörung, da einige der Feiernden einem Bericht der Zeitung „China Daily“ zufolge „unanständiges Verhalten wie Urinieren und Drogenmissbrauch“ gezeigt haben sollen. Die Mauer war auch mehrmals Kulisse für Kunststücke: So führte 1995 der US-Magier David Copperfield dort seine Zaubertricks vor. Dies wäre der Zeitung „Beijing News“ zufolge in Zukunft nicht mehr möglich.

Die Chinesische Mauer schlängelt sich über mehr als 6400 Kilometer durch das Land. Jährlich besuchen rund zehn Mill. Touristen das Bauwerk, das von den Vereinten Nationen 1987 zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

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