„Treffen der Königinnen“
Berlin stellt Blaue und Rote Mauritius aus

In Berlin werden zwei der wertvollsten Sammelobjekte überhaupt gezeigt: Die Blaue und Rote Mauritius. Die Briefmarken kleben zum Teil auf historischen Umschlägen - und stammen auch aus dem Besitz von Queen Elisabeth.
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BerlinSie gehören zu den wertvollsten Briefmarken der Welt: Die Blaue und die Rote Mauritius. Erstmals werden die in aller Welt verwahrten seltenen Mauritius-Marken jetzt gemeinsam in einer Ausstellung zu sehen sein. Das Berliner Museum für Kommunikation bereitet gerade die Ausstellung „Das Treffen der Königinnen in Berlin“ vor. Die weltweit einzigartige Schau zeige rund drei Viertel der heute noch existierenden 27 Mauritius-Marken, teilte das Museum mit, das selbst im Besitz einer Blauen und einer Roten Mauritius ist. Berlin ist vom 2. bis 25. September die einzige Station der Ausstellung.

Die 1847 in der britischen Kronkolonie Mauritius herausgegebenen Marken stammen unter anderem aus den Sammlungen der britischen Königin Elisabeth II., der British Library, der Postmuseen in Den Haag und Stockholm und des Blue Penny Museums in Port Louis auf Mauritius. Auch Privatsammler stellen für die Schau in Berlin ihre Kostbarkeiten zur Verfügung.

Um viele der Marken ranken sich Mythen und Legenden, jede hat eine ganz eigene Geschichte. Allein der sogenannte Bordeaux-Brief habe einen Wert von vier Millionen Euro, sagte eine Museumssprecherin. Der sowohl mit einer Blauen als auch einer Roten Mauritius frankierte Brief war 1902 von einem französischen Schuljungen im Archiv einer Weinhandlung entdeckt worden.

Die blauen Two-Pence- und die roten One-Penny-Marken waren in einer Auflage von jeweils 500 Stück herausgegeben worden. Als Vorbild diente dem Graveur die erste Briefmarke der Welt, die britische „Penny Black“ mit dem Profil der jungen Königin Victoria.

Es heißt, Lady Gomm, die Frau des Gouverneurs von Mauritius, habe die Marken damals eigens herstellen lassen, um ihre Einladungen zu einem Kostümball mit eigenen Briefmarken zu verzieren. Die Ausstellung zeigt die letzten drei erhaltenen Exemplare der von Lady Gomm versandten Umschläge. Einer der Umschläge befindet sich heute im Besitz von Königin Elisabeth II..

Ebenfalls aus der Sammlung der Queen kommt die berühmte ungestempelte Blaue Mauritius, die zu den besterhaltenen Stücken zählt. Sie war 1903 von einem Schotten in einem von ihm als Kind 40 Jahre zuvor angelegten Briefmarkenalbum entdeckt worden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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