Unabhängige Jurys vergeben Preise: Berlinale der Stars

Unabhängige Jurys vergeben Preise
Berlinale der Stars

Eine positive Bilanz zieht Berlinale-Chef Dieter Kosslick: Noch nie seien so viele Schauspieler beim Festival dabei gewesen. Heute Abend werden nun die Goldenen und Silbernen Bären verliehen. Einige Filmemacher durften sich bereits freuen.

HB BERLIN. Zum glanzvollen Höhepunkt der Berlinale, der Verleihung der Silbernen und Goldenen Bären am Abend, werden 1 600 Gäste erwartet. Nach den Worten von Berlinale-Chef Kosslick sind noch nie so viele Schauspieler und Schauspielerinnen beim Festival gewesen wie dieses Jahr. „Es war eine Berlinale der Stars“, sagte er bei der Preisverleihung in der saarländischen Landesvertretung. Zu den prominenten Gala-Gästen des heutigen Abends sollten neben den Preisträgern unter anderem Arthur Penn, Andreas Dresen, Volker Schlöndorff, Fatih Akin, Detlev Buck, Heike Makatsch, Nadja Uhl, Martina Gedeck, Wim Wenders, Sibel Kekilli, Hannelore Elsner, Sandra Hüller, Diane Kruger, Jamie Bell und Gregory Nava zählen. Die Stars seien aber nicht nur wegen des roten Teppichs gekommen, sondern auch, um sich für wichtige Themen einzusetzen, meinte der Festivalchef mit Blick auf brisante Stoffe wie in „Bordertown“. Die 57. Berlinale, die am Sonntag mit dem Kinotag endet, hat laut Kosslick rund 430 000



Besucher verzeichnet – das sind 30 000 mehr als 2006.

Wenige Stunden vor der Verleihung der Berlinale-Bären haben die unabhängigen Jurys am Samstag ihre Preisträger verkündet. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International zeichnete den schwedischen Spielfilm „Bei Einbruch der Dunkelheit“ aus, der beim Festival in der Reihe Panorama lief. Der Film von Anders Nilsson, in dem es auch um familiäre Gewalt geht, zeige, dass durch Mut und Einsatz des Einzelnen Hoffnung bleibe, sagte Laudatorin Christiane Paul.

Ein Preis der Ökumenischen Jury ging an den chinesischen Wettbewerbsfilm „Tuyas Ehe“ von Wang Quan'nan, der in der mongolischen Steppe spielt. Die Gilde Deutscher Filmkunsttheater zeichnete die britische Produktion „Hallam Foe“ von David Mackenzie aus, die ebenfalls im Rennen um die Bären dabei ist. Die deutsche Dokumentation „Prinzessinnenbad“, in dem Bettina Blümner drei Kreuzberger Teenager porträtiert, bekam die Auszeichnung Dialogue en perspective.

Den Manfred-Salzgeber-Preis erhielt der kanadische Film „The Tracey Fragments“ von Bruce McDonald. Den Leserpreis der „Berliner Morgenpost“ gab es für den Wettbewerbsfilm „Irina Palm“; die Leserjury des „Tagesspiegels“ kürte die Forum-Dokumentation „Heimatklänge“ zu ihrem Favoriten.

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