„Unsicher“, „überfordert“
Herbe Kritik an Günther Jauch

TV-Moderator und Talkmaster Günther Jauch muss einiges an Kritik einstecken. In der Sendung vom Sonntag war ihm die hitzige Diskussion zwischen Jörg Kachelmann und Hans-Herrmann Tiedje entglitten.
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BerlinViel Gegenwind für Günther Jauch (56) nach seinem ARD-Talk mit Wettermoderator Jörg Kachelmann vom Sonntagabend. Noch nie hat Jauch in seiner Eigenschaft als ARD-Gesprächsleiter so viel Kritik einstecken müssen wie dieses Mal. Als „unsicher“ und „ahnungslos“ bezeichnete ihn „Spiegel Online“, als „hoffnungslos überfordert“ „Focus Online“. ARD-Chefredakteur Thomas Baumann und Jauchs Redaktionsleiter Andreas Zaik wiesen die Kritiken zurück.

In Jauchs Show ging es um die Frage „Kachelmanns Fall - Was ist ein Freispruch wert“. Der 54-jährige Schweizer war im Mai 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden und hat nun ein Buch („Recht und Gerechtigkeit“) herausgebracht. Vor allem Hans-Herrmann Tiedje, ehemalige Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, attackierte Kachelmann. Jauch verlor nach dem Eindruck der Beobachter zeitweise den Faden.

„Ein hoffnungslos überforderter Günther Jauch baut für Jörg Kachelmann die ganz große Bühne auf“, befand „Focus Online“ im Nachgang der Sendung. „Es geht um ein ernstes Thema, dem niemand in dieser öffentlich-rechtlichen Rederei gerecht werden konnte.“ Übereinstimmend berichteten die Medien, dass Jauch gerade Tiedje (er bezeichnete Kachelmann als „Wetterfuzzi“ und unterstellte ihm einen „miesen Charakter“) zu viel Raum gegeben habe.

„Kachelmann saß wieder als eine Art Angeklagter in der Sendung und musste sich von Tiedje beschimpfen lassen“, schrieb „Spiegel Online“ weiter. „Dass jemand bis zum Beweis des Gegenteils als unschuldig zu gelten hat, und dass der Beweis der Schuld im Fall Kachelmann in keiner Weise erbracht wurde, das erschien in der Sendung wie eine weltfremde Absonderlichkeit von Juristen, ohne lebenspraktische Relevanz.“ Irritationen gab es auch wegen eines falsch eingeblendeten Bildes eines Anwalts.

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  • Ständig ist von rachedurstigen Frauen die Rede, die Kachelmann, die verfolgte Unschuld an sich, und andere gebeutelte Männer heimsuchen würden. Rache ist aber ein Bestreben, welches versucht erlittenes Leid und Unrecht den Verursacher büßen zu lassen. Wenn aber doch gar kein Unrecht geschah und gar kein Leid verursacht wurde, wie kann man dann Rachelust unterstellen? Dieser Argumentationsgang des seltsamen Paares ist doch in sich unlogisch!

  • Oh lasst es!
    Kachelmann ist aus Mnagel an Beweisen freigesprochen. D.h. dass bis heute nur er und diese Frau wissen, was sich wirklich zugetragen hat. Deshalb ist bie allem verständlichen Frust die Neuauflage seiner Sicht nicht hilfreich.
    Interessant für die Öffentlichkeit wäre die authentische Beschreibung, wie mit Untersuchungsgefangenen umgegangen wird. Dazu hätte Kachelamnn besser ein Buch mit Herrn Witte geschrieben als mit "Maike Kohl". Schade drum!

  • Wirklich schlimm sind "Menschen" wie Sie, die der Meinung sind sie alleine würden die Wahrheit kennen.
    Er wurde frei gesprochen. Das es Frauen gibt, die eventuell falsche Anschuldigungen aus Rache, oder Geldgier aufstellen, kommt Ihnen nicht in den Sinn.
    Zum Thema GEZ Gebühr: Auch mit den Gebühren wurde diese Geschichte ausgeschlachtet, von daher ist es nur recht und billig, dass er jetzt dort Werbung für sein Buch machen darf. Sie sind ein freier Mensch, Vorschlag, schauen Sie was anderes!

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