Van Ham
Empire nobilitiert jede Einrichtung

Van Ham versteigert neben Gemälden, Silber und Porzellan auch eine herausragende Privatsammlung zum Empire. Hier kommen 70 französische Goldbronzen von großer Eleganz zum Aufruf.
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DüsseldorfRund 70 Goldbronzen aus Frankreich kann das Kölner Auktionshaus Van Ham am 14. Mai versteigern. Die aus Norddeutschland stammende, exquisite Privatsammlung umfasst Uhren, Leuchter, Kerzenständer und einen aufwendigen verspiegelten Tafelaufsatz, der einer Tischgesellschaft einst die feierliche Mitte gab. Der drei Meter lange Spiegel mit seinen zwölf Kerzenhaltern soll von dem berühmten Pariser Ziseleur Pierre-Philippe Thomire stammen und 25.000 bis 30.000 Euro kosten.

In der museumswürdigen Pendule „Urania“ ist die vollplastische Figur der antiken Muse der Sternkunde wichtiger und größer als die Uhr von Bailly. Dass der französische Empire-Stil von Napoleons Ägyptenfeldzug profitierte, machen bei der Urania vier Sphingen deutlich, die die Weltkugel halten (15.000 bis 20.000 Euro).

Nicht auf Vornehmheit wie vergoldeten Bronzen, sondern auf Dramatik setzt das teuerste Los der Gemäldeauktion am 13. Mai mit „In der Not“. Das kann nicht gutgehen. Das über den Abgrund springende Pferd weiß schon, dass mit der Löwenattacke sein Ende naht. Der Reiter scheint noch zu glauben, er könne das Blatt wenden und den König der Tiere mit einem Peitschenhieb vertreiben. Der auf dem Kunstmarkt sehr gefragte javanische Maler Reden Saleh hat die dramatische Szene 1842 gemalt. Das Kölner Auktionshaus Van Ham versteigerte die „Löwenjagd“ 2005 für erstaunlich hohe 660.000 Euro (ohne Aufgeld). Deshalb ist das gut erhaltene Großformat jetzt auf 400.000 bis 600.000 Euro geschätzt.

Der Scherenschnitt von Otto Philipp Runge wendet sich an Romantiker. Der Titel ist hier Programm: „Der Tempel des Glücks“ feiert die biedermeierliche Häuslichkeit (50.000 bis 55.000 Euro). Silberteller, Porzellan, Möbel und eine reiche Auswahl an Schmuck runden das Angebot ab.


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