Van Ham
Erfolgreiches Auktionsjahr

Van Ham fährt nach einem schwachen Vorjahr mit 24 Millionen Euro das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte ein. Großen Anteil daran haben Moderne und Zeitgenössische Kunst, die mit einem Gemälde von Andy Warhol den größten Hingucker der Saison hatte.
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KÖLN. Nach einem schwachen Vorjahr steigert sich das Kölner Auktionshaus Van Ham fulminant und macht 2010 zum erfolgreichsten Jahr der Unternehmensgeschichte. Großen Anteil daran haben Moderne und Zeitgenössische Kunst, die mit einem Gemälde von Andy Warhol den größten Hingucker der Saison hatte.

Mit dem "Holstentor" hatte Van Ham in Köln ein für deutsche Verhältnisse ungewöhnlich hochpreisiges Werk von Andy Warhol im Angebot, dessen Aufruf am 2. Dezember mit Spannung erwartet wurde. Der Schätzpreis von 500 000 bis 800 000 Euro galt als sehr ambitioniert. Gleichwohl investierte ein österreichischer Sammler genau die untere Taxe und zahlte inklusive Aufgeld 611 500 Euro - eine Summe, die angesichts des seit Jahren anhaltenden Warhol-Booms vielleicht gar nicht einmal leichtsinnig angelegt sein dürfte.

Zero-Kunst läuft gut

Als solide muss auch die Ausgabe von rund 280 000 Euro brutto (Taxe 200 000 bis 300 000 Euro) desselben Sammlers für das abstrakte Bild "641/1" Gerhard Richters gelten. Reiner Liebhaberei dürfte der Auktionsrekord in Höhe von 117 400 Euro (80 000 bis 120 000) für Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoffs "Große Ringer" geschuldet sein. Nicht nur wird die Skulptur in Süddeutschland in einer privaten Sammlung öffentlich zu sehen sein. Auch ist die Handelbarkeit von 35 Raummeter einnehmenden Kunstwerken begrenzt.

Ausgesprochen stabil war die Nachfrage nach Objekten der Zero-Gruppe. Die Arbeiten von Lucio Fontana, Adolf Luther, Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker wurden bis auf wenige überteuerte oder unattraktive Ausnahmen komplett abgesetzt. Eine "Spiegelwand" Luthers kam mit einer Schätzung von 20 000 bis 30 000 Euro aus Essen und ging für 53 750 Euro wieder dorthin. Einziger kapitaler Ausfall in dieser Abteilung war das fehlplatzierte Designobjekt "Chandelier VorteXX" von Zaha Hadid und Patrick Schumacher, das seine untere Taxe von 120 000 Euro nicht erreichte.

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