Van Ham
Private Kauflust beflügelt Auktionen

Der deutsche und internationale Handel ist zurück. Bei den Toplosen in Van Hams Auktion moderner und zeitgenössischer Kunst in Köln konnte er jedoch gegen entschlossene Sammler kaum mithalten.
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KÖLN. Die privaten Gebote in den Spitzen trieben die Zuschlagssumme auf 4,6 Mio. Euro brutto, knapp das Doppelte der schwach besetzten Vorjahresauktion.

Die attraktive Nachkriegsofferte profitierte vor allem von einer Unternehmenssammlung, die u. a. aus über 60 Werken von Markus Lüpertz bestand, die bei niedrigen Schätzpreisen alle verkauft wurden, zum Teil mit erheblichen Steigerungen. Den höchsten Preis genehmigte mit 25 000 Euro netto ein Luxemburger Museum für einen unbetitelten Akt (Taxe 20 000). Den höchsten Preis der Auktion zahlte mit 500 000 Euro (400 000) ein deutscher Sammler, der Fernando Boteros nahezu lebensgroße Skulptur „La Pudeur“ gegen italienischen Handel ersteigerte. Günther Ueckers „Wind“- Feld folgte mit 195 000 Euro (150 000), die ein österreichischer Sammler einsetzte.

Für den weitgehend vergessenen Harry Kramer aus dem Zero-Umfeld gab es mit 17 500 Euro (10 000) für das kinetische Objekt „KM 123“ von Privat sogar einen Auktionsrekord. Einen weiteren Auktionsrekord verantwortete ausnahmsweise deutscher Handel, der für ein Kissenbild Gotthard Graubners 103 000 Euro (40 000) bot. Für Torben Giehler gab es mit „Eulogy“ zu 29 000 Euro (4 000) einen Höchstpreis.

Ein neueres (2003) bemaltes Alurelief von Tom Wesselmann, „Number Nine“, wurde im Wettstreit zweier deutscher Sammler von 80 000 auf immer noch günstige 125 000 Euro korrigiert. Bei einer unbetitelten Arbeit Georges Mathieus siegte Privat mit 75 000 Euro (60 000) erneut gegen Handel. Die Moderne führt Gabriele Münter an, deren „Bauernhaus bei Regen“ bei 164 000 Euro (60 000) an einen Telefonbieter ging. Für Ferdinand Hodlers 2006 im Dorotheum zurückgegangenes „Berner Mädchen“ gab es ein schriftliches Gebot über 150 000 Euro (135 000).

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