Velvet-Underground-Sänger New Yorker Bücherei kauft Archiv von Lou Reed

Das Archiv des 2013 verstorbenen Musikers Lou Reed wurde nun von der Bücherei der Stadt New York erworben. Zum früheren Besitz des Mitbegründers von Velvet Underground zählen etwa rund 3600 Ton- und 1600 Videoaufnahmen
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Die New Yorker Rock-Ikone wäre in diesem Jahr 75 Jahre alt geworden. Quelle: dpa
Lou Reed

Die New Yorker Rock-Ikone wäre in diesem Jahr 75 Jahre alt geworden.

(Foto: dpa)

New YorkDie Bücherei der Stadt New York hat das gesamte Archiv des 2013 verstorbenen Rockmusikers Lou Reed aufgekauft. Zum früheren Besitz des Mitbegründers der Band The Velvet Underground zählen rund 3600 Ton- und 1600 Videoaufnahmen sowie Hunderte Fotos, Dokumente, Notizen und persönliche Gegenstände aus seiner Karriere als Musiker. Teile davon sind nun an zwei Standorten der New York Public Library ausgestellt und noch bis 20. März zu sehen.

„Mein Traum war immer, Lous Arbeit der Öffentlichkeit vollständig zugänglich zu machen. Man braucht keinen besonderen Ausweis“, sagte Reeds Witwe Laurie Anderson einer Mitteilung der Bücherei zufolge. „Welch besseren Ort könnte es dafür geben als das Herz der Stadt, die er am meisten liebte?“

15 erstaunliche Fakten über Woodstock
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Besucher ohne Ende

Schon vor Beginn des Woodstock-Festivals herrscht Chaos pur: Die Veranstalter erwarten rund 60.000 Besucher. Auf den Weg zum Open-Air-Festival machen sich dagegen rund eine Millionen Menschen. Etwa die Hälfte von ihnen bleibt in verstopften Zugangswegen stecken oder wird von der Polizei wieder nach Hause geschickt. Das Festival-Gelände erreichen schließlich immer noch über 400.000 Hippies.

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Wenig bis gar nichts

Kein Vergleich zu heutigen Preisen: Das Woodstock-Ticket kostete ursprünglich für einen Tag acht Dollar, für drei Tage 24 Dollar. Doch die Besuchermassen reißen schon am ersten Tag sämtliche Zäune nieder. Woodstock wird zum Festival ohne Eintritt.

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Bethel statt Woodstock

Statt im Dorf Woodstock seinem Namen alle Ehre zu machen findet das Open-Air-Konzert 80 Kilometer entfernt auf einer Wiese bei Bethel statt. Der Grund: Die Woodstock-Bürger verbieten den geplanten Termin, als die Dimensionen des Hippie-Auflaufs erkennbar werden. Die Veranstalter haben Glück: Ein Milchfarmer aus Bethel stellt eine seiner Wiesen zur Verfügung.

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Eine Hommage an Bob Dylan

Der Name „The Woodstock Music and Art Fair“ bleibt auch nach der örtlichen Verlegung des Festivals nach Bethel. Von einigen Menschen wird dies auch als kleine Hommage an Bob Dylan (hier 1981 bei einem Konzert in München) verstanden. Der lebt zu der Zeit in Bearsville bei Woodstock. Eine Teilnahme am Open-Air-Festival sagt er aber nicht zu.

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Überdurchschnittlich hohe Gagen

Die Veranstalter, Woodstock Ventures, sind 1969 ein noch unbekanntes Unternehmen. Das führt dazu, dass die Rocker für ihren Auftritt überdurchschnittlich hohe Gagen verlangen. Jefferson Airplane werden mit 12.000 Dollar das Dreifache ihres üblichen Honorars gezahlt. Janis Joplin und The Who erhalten das Geld noch vor dem Auftritt in bar. Ebenso die Hippie-Gruppe „The Grateful Dead“.

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Karrieresprung durch Stromschlag

Während eines Wolkenbruchs warnen die Veranstalter die Künstler vor der Gefahr auf der Bühne durch einen Stromschlag getötet zu werden. Alvin Lee (hier 2004 bei einem Auftritt in Luzern) von der Band Ten Years After bleibt vollkommen entspannt: „Oh come on, if I get electrocuted at Woodstock we'll sell lots of records.“ („Ach kommt schon, wenn ich in Woodstock durch einen Stromschlag umkomme, werden wir ne Menge Platten verkaufen.“).

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Unmengen Müll und Kleidung

Obwohl sogar Sänger John Sebastian die Festival-Besucher zur Ordnung mahnt: „Liebt einfach jeden Menschen neben euch und nehmt auf dem Rückweg etwas Müll mit“, häufen sich schon bald überall auf dem Gelände Dosen, Schachteln und Pappkartons. Doch nicht nur damit lässt sich die Wiese bedecken: Legte man alle Bekleidungsstücke in Woodstock nebeneinander auf den Boden, entstünde laut der „Welt“ ein Feld von rund zehn Millionen Yards aus Jeans und gestreiften T-Shirts.

Unter den ausgestellten Gegenständen sind etwa der handgeschriebene Liedtext für den Song „Tatters“, der auf dem Album „Ecstasy“ erschien, Briefe von Beatles-Musiker Paul McCartney und Regisseur Martin Scorsese sowie der Reisepass des Musikers.

Reed begann seine fünf Jahrzehnte lange Karriere als Gitarrist und Sänger 1958 mit einer Band an seiner High School auf Long Island bei New York. Als Frontmann der von Künstler Andy Warhol inspirierten Band The Velvet Underground experimentierte er mit einer neuen Art von Rockmusik, die folgende Generationen nachhaltig prägen sollte. Seine Texte drehten sich zu einem düsteren, verzerrten Sound um Sex, Gewalt und Drogen in der Großstadt. Mit dem Hit „Walk on the Wild Side“ brach er Sex-Tabus und festigte damit seine Solokarriere.

Reed, der 2013 vermutlich an den Folgen einer Lebertransplantation starb, wäre am 2. März 75 Jahre alt geworden.

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