Verzicht auf Werbung "problematisch"
Gottschalk: ARD und ZDF sollten sich ihre Stärken konzentrieren

ZDF-Entertainer Thomas Gottschalk hat sich für eine Rückbesinnung von ARD und ZDF auf ihre öffentlich-rechtlichen Kernfunktionen ausgesprochen.

HB HAMBURG. „Ich meine, dass sich ARD und ZDF auf ihre wirklichen Stärken konzentrieren müssen, statt das zu kopieren, was die Privaten ohnehin besser können“, sagte Gottschalk dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Für die Zukunft hält der 54-Jährige auch Einschränkungen der öffentlich-rechtlichen Sendevielfalt für wahrscheinlich. „Ob sich die beiden Großen auf alle Ewigkeit nebeneinander werden halten können mit all ihren Hörfunksendern und TV-Ablegern, bezweifle ich.“

Eine reine Gebührenfinanzierung von ARD und ZDF und den Verzicht auf Werbung sieht Gottschalk indes als problematisch an. „Das ist eben die Crux: Wenn ich ARD und ZDF staatsfinanziere und vom Quotendruck befreie, werden die zur faden Volkshochschule, während bei den anderen das Leben tobt“, sagte er. „Ob ich bei einem Laden arbeiten möchte, wo die Politiker jederzeit den Geldhahn zudrehen können, wenn ihnen was nicht passt, wage ich zu bezweifeln.“ Im Übrigen wolle er sich aber lieber zurückhalten. „Wenn ich zur Gebührendebatte in Deutschland alles sagen würde, was mir einfällt, könnte ich gleich in L.A. bleiben.“

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