Vier Millionen sahen „Tore“
Christo-Erfolg brachte New York warmen Regen

Der Riesenerfolg des Großkunstwerkes „Die Tore“ von Christo und Jeanne-Claude hat New York einen weit größeren Geldsegen beschert, als anfangs erwartet. New York habe dank des Kunstwerkes einen durchaus beachtlichen wirtschaftlichen Schub bekommen, erklärte Bürgermeister Michael Bloomberg.

HB NEW YORK. Mehr als vier Millionen Besucher spazierten unter den 7 500 goldgelben Toren im Central Park hindurch und setzten in der Stadt insgesamt 254 Millionen Dollar um (193,5 Millionen Euro). Das ist mehr als das Dreifache der von den Behörden zuvor geschätzten Summe.

New York habe dank des Kunstwerkes einen durchaus beachtlichen wirtschaftlichen Schub bekommen, erklärte Bürgermeister Michael Bloomberg am Donnerstag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz unter dem Beifall von Hot-Dog-Verkäufern und Droschkenkutschern. Nicht nur Gastronomiebetriebe sowie Kultur- und Serviceeinrichtungen in der Umgebung des Parks, sondern fast überall in der Millionenmetropole hätte man von dem etwa 21 Millionen Dollar teuren Projekt profitiert, das die Künstler durch den Verkauf von Christo-Zeichnungen selbst finanzierten.

Das 37 Kilometer lange „goldene Dach“ über den Wegen des Central Parks, mit dessen Abbau am 28. Februar begonnen wurde, habe Menschen aus aus aller Herren Länder die Stadt als großartige Kulturmetropole gezeigt, lobte Bloomberg. Das Werk sei die denkbar günstigste Tourismus-Förderung für New York als „Zweite Heimat der ganzen Welt“ gewesen. Mehr als 1,5 Millionen Parkbesucher waren nach einer Erhebung der New Yorker Behörden aus den 50 US-Bundesstaaten angereist, um „Die Tore“ zu erleben. Rund 300 000 Christo-Fans kamen eigens dafür aus dem Ausland. Die Mehrzahl der Parkbesucher waren New Yorker sowie Bewohner der umliegenden Vororte.

An den Wochenenden während der 16-tägigen Ausstellung waren die New Yorker Hotels fast komplett ausgebucht (durchschnittlich waren über 90 Prozent der Betten belegt), Museen berichteten von Steigerungen der Besucherzahlen um bis zu 300 Prozent und auch Restaurants vermeldeten Rekordumsätze. „Es war wie Weihnachten“, sagte einer der Droschkenkutscher des Central Parks bei der Bilanz-Pressekonferenz. „Und zwar mehr als zwei Wochen andauernde Weihnachten.“

Bloomberg hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Behörden der Millionenmetropole das zum ersten Mal bereits 1979 beantragte Projekt überhaupt genehmigten. In Anspielung an das lange Ringen um das Großkunstwerk werden in dessen offiziellem Titel „The Gates, Central Park, New York City, USA 1979-2005“ die Jahre von der Idee bis zur Fertigstellung genannt.

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