VIP Art Fair 2.0: Das Online-Geschäft mit Kunst nimmt Fahrt auf

VIP Art Fair 2.0
Das Online-Geschäft mit Kunst nimmt Fahrt auf

Kunst kaufen, ohne sich vom Platz zu bewegen. Das ermöglicht die Internet-Messe VIP Art Fair. Die zweite Ausgabe geht mit 135 Ausstellern an den Start. Im April und Juli folgen neue Internet-Messen mit Papier- und Fotokunst.
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New YorkZum zweiten Mal möchte die VIP Art Fair 2.0 („Viewing in Private”) teure Kunst weltweit ausschließlich übers Netz verkaufen. Und die Zeichen stehen gut: Seit der Premiere im vergangenen Januar hat das Online-Geschäft mit Kunst an Fahrt gewonnen. Unerwartet hohe Besucherzahlen verursachten im letzten Jahr erhebliche technische Probleme. Nun hat man sich mit einem separaten Server und einer einfacheren Benutzeroberfläche darauf eingestellt.

Etwa ein Viertel der Erstteilnehmer, darunter L&M Arts, Cheim & Reid und Gavin Brown’s Enterprise haben sich allerdings erst einmal zurückgezogen. Aber wieder mieteten sich 135 Aussteller aus 35 Ländern, darunter Schwergewichte wie Pace, Zwirner, Marian Goodman oder Gagosian auf  der VIP Art Fair 2.0 ein (bis 8. Februar). Gagosian zeigt übrigens auch hier Damien Hirst, wie gegenwärtig in allen elf weltweiten Filialen. Spot Prints kosten 3.000 bis 7.000 Dollar.

Messegründer bauen ihr Konzept weiter aus

23 Teilnehmer kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Akzent liegt vor allem auf Gemälden, aber auch Skulpturen und Videos werden angeboten. Einige Galerien bieten wie im Live Shopping Arbeiten nur für eine begrenzte Zeit an. Thaddaeus Ropac (Salzburg, Paris) zeigt an jedem Tag einen anderen Künstler und hat den 3. Februar einer 24-stündigen Live-Performance von Terence Koh gewidmet. Der Messe-Zugang ist frei, für 50 Dollar oder über die Einladung einer Galerie kann die Live-chat-Funktion genutzt werden.

Die Messegründer, Galeriebesitzer Jane und James Cohan (New York/Shanghai) und die Internetunternehmer Jonas und Alessandra Almgren, wollen ihren Vorsprung weiter ausbauen. Nachdem Messedirektor Noah Horowitz im Oktober zur nicht-virtuellen Armory Show abwanderte, wurden Profis im Online-Handel angeheuert: Liz Parks von Artnet.com nahm die Direktorenstelle ein und seit November steuert Lisa Kennedy als CEO ihre langjährige Erfahrung bei der Amazon-Tochter Quisdi bei. Außerdem investierten zwei Finanziers aus Brasilien und Australien insgesamt eine Million Dollar in die Expansion. Drei weitere Kunstmessen sollen bereits in diesem Jahr im Netz abgehalten werden: VIP Paper (20. bis 22. April), VIP Photo (13. bis 15. Juli) und VIP Vernissage (7. bis 9. September).

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