VIP Art Fair
Kunstkäufe online anbahnen

Anstrengende Messebesuche können sich Sammler zukünftig sparen. Im Januar startet die erste Ausgabe der virtuellen Kunstmesse VIP Art Fair. Renommierte Händler bauen auf diese Weise ihre Marktpräsenz aus. Zugleich reagieren sie auf den Besucherrückgang in ihren Galerien.
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NEW YORK. Internetbietern wird bei Christie's schon ein Viertel der Lose zugeschlagen und Galerien bringen Kunst durch Jpegs an den Mann. Aber könnte eine virtuelle Kunstmesse für zeitgenössische Kunst Erfolg haben? Im Januar wollen einige New Yorker Marktinsider den Beweis antreten. "Die Auktionshäuser haben bei der Akzeptanz des Internets wunderbare Arbeit geleistet", sagt Jane Cohan.

Gemeinsam mit ihrem Mann James, einem erfahrenen Chelsea-Galeristen, und dem Informatiker und Internetentrepreneur Jonas Almgren, der das freie Kunst-Portal "OneArtWorld.com" betreibt, gründete sie die ausschließlich online stattfindende "VIP Art Fair" (22. bis.30. Januar 2011). "Viewing in private" verbirgt sich hinter dem etwas wichtigtuerischen, Exklusivität suggerierenden "VIP" im Messenamen.

Eine menschliche Figur als Maßstab

Einige technische Neuerungen sollen helfen, Kunst auf den Computer zu bringen: Abbildungen von Kunstwerken "hängen" in Relation zu anderen Werken neben der Silhouette einer menschlichen Figur an einer virtuellen drei Meter hohen Wand. Mit einem Zoom lassen sich Details vergrößern, es gibt 3-D Ansichten und Videos von multimedialen Arbeiten. Von Experten zusammengestellte Online-Führungen, ausführliche mehrsprachige Informationen zu Künstlern, Videos von Studiobesuchen und Privatsammlungen nutzen die Stärken des Internets.

Nur renommierte Händler nehmen teil

Nur die weltweit besten Händler sind eingeladen: zu den zwölf Gründungsgalerien zählen David Zwirner (New York), Gagosian (New York, London, Beverly Hills, Rom, Athen), White Cube (London), Gallery Koyanagi (Tokyo), Hauser & Wirth (Zürich, London und New York), Anna Schwartz Gallery (Melbourne und Sydney), Xavier Hufkens (Brüssel), Fraenkel Gallery (San Francisco), Kukje Gallery (Seoul), Sadie Coles HQ (London), Galerie Max Hetzler (Berlin) und Sprüth Magers (Berlin, London). Sie sollen auch bei der Identifizierung wichtiger Kollegen helfen.

Messemacher sind an Kundendaten interessiert

Cohan geht es vor allem um die Kombination von Kundendaten und schätzt, dass über 100.000 Namen zusammen kommen könnten. Auch Banken, Versicherungen und Kunstberater sollen ihre Kontakte beisteuern. "Natürlich profitieren Galerien in entlegenen Gegenden der Welt von unserem Marketing. Aber auch hier in New York ist der Besucherverkehr zurückgegangen", sagt Jane Cohan. 90 Galerien haben schon zugesagt, die endgültige Liste soll im November stehen.

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