Von Jannings bis Henckel von Donnersmarck: Alle Oscar-Gewinner aus Deutschland seit 1929

Von Jannings bis Henckel von Donnersmarck
Alle Oscar-Gewinner aus Deutschland seit 1929

Erst drei deutsche Filme haben den Oscar abräumen können. Deutsche Preisträger in anderen Kategorien gibt es aber einige. Handelsblatt.com listet sie auf.

HB LOS ANGELES. Volker Schlöndorff, Caroline Link und Florian Henckel von Donnersmarck: Erst drei deutsche Regisseure konnten in der knapp 80 Jahre langen Geschichte der Oscars den Preis für den besten nicht-englischsprachigen Film mit nach Hause bringen. Doch vor allem deutsche Kurzfilmer und Techniker jubelten schon oft über die Trophäe. Die meisten Academy Awards bekam der Münchner Filmpionier August Arnold, der Erfinder der ersten industriell gefertigten 35-mm- Spiegelreflex-Filmkamera Arriflex 35. Arnold erhielt insgesamt sieben Auszeichnungen für wissenschaftliche und technische Verdienste.

Die bisherigen deutschen bzw. deutschstämmigen Oscar-Preisträger:

1929 - Emil Jannings als bester Hauptdarsteller in den US- Stummfilmen „Sein letzter Befehl“ und „Der Weg allen Fleisches“

1938 - Karl Freund, Kameramann und Regisseur, für die Kamera-Arbeit im Melodram „The Good Earth“

1947 - Ernst Lubitsch, deutsch-amerikanischer Regisseur, Schauspieler und Produzent, erhält einen Ehren-Oscar für seinen hervorragenden Beitrag zur Filmkunst

1948 - Alfred Junge, künstlerischer Leiter des Films „Black Narcissus“ in der Sparte „Art Direction - Color“

1951 - Franz Wachsmann (Waxman), Komponist, für die Filmmusik in „Sunset Boulevard“

1952 - Franz Wachsmann für die Filmmusik in „A Place in the Sun“

1955 - Karl Freund in der Sparte Technical Achievement Award für das Multicam-System, bei dem drei Filmkameras gleichzeitig drehen, was die Serienproduktion beschleunigte

1960 - Professor Bernhard Grzimek, Tierforscher, für den besten Dokumentarfilm („Serengeti darf nicht sterben“)

1967 - August Arnold, Ingenieur, Direktor sowie Mitinhaber der kinotechnischen Firma Arnold & Richter KG (Arri, München), in der Sparte Scientific or Technical Award für die Erfindung der ersten serienmäßig gefertigten 35-mm-Spiegelreflexkamera („Arriflex 35“)

1972 - Rolf Zehetbauer, Filmarchitekt, für die Ausstattung des Musical-Films „Cabaret“

1980 - Volker Schlöndorff, Regisseur, für den Film „Die Blechtrommel“ als bester fremdsprachiger Film

1990 - Wolfgang und Christoph Lauenstein für „Balance“ als den besten kurzen Zeichentrickfilm (Animationsfilm)

1993 - Erich Kästner erhält für sein Lebenswerk als Kamerakonstrukteur den Gordon E. Sawyer Award

1994 - Pepe Danquart für den besten Kurzfilm („Schwarzfahrer“)

1995 - Hans Zimmer, Komponist, für die Filmmusik zu dem Disney-Film „Der König der Löwen“

1996 - Firma Denz in der Sparte Technical Achivement Award für die Entwicklung einer flackerfreien Farbvideokamera

1997 - Thomas Stellmach und Tyron Montgomery für den besten Zeichentrick-Kurzfilm („Quest“) sowie Volker Engel für die besten visuellen Effekte („Independence Day“)

2001 - Florian Gallenberger für „Quiero Ser“ (Ich möchte sein) als bester Kurzfilm

2003 - Caroline Link für „Nirgendwo in Afrika“ als bester nicht- englischsprachiger Spielfilm

2005 - Der Erfinder Horst Burbulla für die Entwicklung eines Teleskop-Kamera-Krans (Technik-Oscar)

2006 - Die Konstrukteure Hildegard Ebbesmeier, Nicole Wemken, Michael Anderer, Udo Schauss (Schneider Optische Werke, Bad Kreuznach) für die Entwicklung eines neuen Kino-Projektionsobjektivs (Technik-Oscar)

2007 - Florian Henckel von Donnersmarck für „Das Leben der Anderen“ als bester nicht-englischsprachiger Film

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