Vorbild „MoMA“
New Yorker „Metro“ kommt nach Berlin

Nach der spektakulären Ausstellung des Museum of Modern Art will ein weiteres New Yorker Museum in Berlin für Furore sorgen.

HB BERLIN. Die Neue Nationalgalerie in Berlin präsentiert im nächsten Jahr Glanzstücke des New Yorker Metropolitan Museum mit seinen Impressionisten rund um Manet. Der Verein der Freunde der Nationalgalerie hat jetzt alle Details dazu geregelt, teilte ihr Vorsitzender Peter Raue am Montag dpa mit. Die spektakuläre Schau, deren Titel noch nicht feststeht, soll vom 30. Mai bis zum 7. Oktober laufen und ein ähnlicher Erfolg werden wie die von 1,5 Mill. Kunstinteressierten besuchte Ausstellung mit Werken aus dem „Museum of Modern Art“ im Jahre 2004.

Sie werde wieder etwa zehn Mill. Euro kosten, die von Sponsoren und Eintrittsgeldern aufgebracht werden. Wie schon beim MoMA sind auch diesmal umfangreiche Renovierungsarbeiten im Metropolitan Museum der Anlass für den Austausch der Kunstwerke.

Gezeigt werden etwa 130 Bilder aus dem 19. Jahrhundert von Künstlern wie van Gogh, Renoir, Toulouse-Lautrec, Courbet, Monet, Manet, Pissarro, Delacroix und Werke des Bildhauers Rodin, darunter seine „Bürger von Calais“, sowie etwa 15 Werke aus dem 20. Jahrhundert von Künstlern wie Picasso und Modigliani. „Wir hoffen natürlich wieder auf viele, viele Besucher und werden alles tun, um die Schlangen so klein wie möglich zu halten“, sagte Raue.

Mit der „Metro“-Ausstellung wird sich Raue auch als Vorsitzender des Vereins der Freunde der Nationalgalerie verabschieden. Ihm soll im Frühjahr 2008 die frühere Kulturstaatsministerin Christina Weiss nachfolgen. Raue leitet den Verein mit mehr als 1000 Mitgliedern, der wichtige Bildankäufe unterstützt oder große Ausstellungsprojekte wie „MoMA“, „Goya“ und „Melancholie“ finanziert, seit seiner Wiedergründung 1977.

Raue offenbarte, dass er mit zwiespältigen Gefühlen in die Zukunft blickt. „Mir ist nicht wohl bei dem Gedanken, dass ein Verein gleichsam zum einzigen „Financier“ eines Museums wird.“ Der Einsatz der „Freunde“ habe nämlich keineswegs bewirkt, „dass der Staat erkennt, was er aus solchem Engagement erkennen müsste: dass eine Einrichtung, die von so viel „Bürgersinn“ getragen und gefördert wird, eigentlich die spezielle Fürsorge auch des Staates verdient“. Das Gegenteil sei aber der Fall: Für die Nationalgalerie gebe es seit Jahren überhaupt keinen Ausstellungsetat, mit dem Erwerbungsetat sehe es ähnlich bitter aus.

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