Walser im Wirtschaftsclub
„Trump war einfach besser“

Schriftsteller-Legende Martin Walser im Handelsblatt Wirtschaftsclub: So schlimm wird es schon nicht kommen, sagt er zur Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. Auch deutsche Rechtspopulisten machen ihm nur wenig Angst.
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MünchenDer Mann ist notorischer Optimist. Einerseits sagt Martin Walser: „Ich bin ausgestiegen aus der Rechthaberei.“ Andererseits ist er noch immer für interessante und kontroverse Debattenbeiträge gut. So war der große Saal des Literaturhauses München bei seinem Besuch im Wirtschaftsclub komplett gefüllt. 200 Gäste wurden nicht enttäuscht.

Sie hörten, dass der 89-Jährige bei den US-Präsidentschaftswahlen zum Beispiel wohl für Donald Trump gestimmt hätte. Der Schriftsteller räumte zwar ein: „Eigentlich kann man es sich nicht leisten, für Trump zu sein.“ Doch der umstrittene Politiker fasziniert ihn durchaus. „Ich könnte Hillary Clinton nicht wählen, weil der einfach besser war.“

Gar so schlimm, wie viele fürchten, werde es nun nicht kommen. „Der wird das alles nicht tun" - zum Beispiel die Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen. „Es wäre grotesk in dieser Hitze eine Mauer zu bauen.“ Die US-Präsidenten, die aus dem üblichen Schema fielen wie Ronald Reagan und „der göttliche Obama“, hätten sich oft als gut erwiesen. Walser sieht sich ohnehin als „unbelehrbarer Optimist“.

Es war ein unterhaltsamer Abend mit Walser und Thekla Chabbi, der Co-Autorin seines aktuellen Romans „Ein sterbender Mann“. Mit sonorer, eindringlicher Erzählstimme las Walser aus dem Buch, Chabbi trug eine Passage vor, die sie selbst beigesteuert hat. Und auch zu Walsers Einschätzung von Trump hatte sie ihre Meinung, die sie trocken verkündete: „Ich kann diese Begeisterung nicht teilen.“

Martin Walser hatte die Sinologin in Heidelberg bei einem deutsch-chinesischen Kulturaustausch kennengelernt. Er erzählte ihr von seinem neuen Buchprojekt. Ein erfolgreicher Unternehmer scheitert, weil sein bester Freund ihn verrät und hegt Selbstmordgedanken. Ganz plausibel erschien ihr das noch nicht, und so schickte sie Walser den Internetlink zu einem Suizidforum.

Es entspann sich ein schriftlicher Dialog zwischen den beiden, in dem Chabbi ungefragt in die Rolle der Romanfigur Aster schlüpfte, Walser antwortete ihr als Protagonist Theo Schadt. So entstanden Romanpassagen. „Das kann man nicht zur Methode erheben, das wird nie wieder passieren", sagt Walser. Chabbi wollte ihre Rolle nicht überbewerten. „Den Roman hätte es sonst auch gegeben.“ Sie habe schon immer geschrieben, aber nie daran gedacht, es zu veröffentlichen.

Kommentare zu " Walser im Wirtschaftsclub: „Trump war einfach besser“"

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  • Stimmt nicht. Die einzige Spielregel die es gibt, sind keine Kinder. Ansonsten ist meine Herzdame (inzw. sogar Verlobte) absolut gleichberechtigt. Und wird nach der Uni als meine persönliche Fitnesstrainerin und Ernährungscoach arbeiten. Wenn ich mit spätestens Mitte 40 mit dem Börsenzeugs aufhöre, und als GT3 -Fahrer im selbst finanzierten Team in der VLN mit einem R8 LMSultra teilnehme

  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

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    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

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