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Filmtipp: "The Good Thief"

Der Mann hat nichts als Pech. Ein heruntergekommener Spieler, Amerikaner, der sich an der Côte d'Azur herumtreibt, in Kaschemmen und Spielhöllen, drogensüchtig, umgeben von zwielichtigen Gestalten. Eine Glanzrolle für Nick Nolte.

Tja, und dann rüstet der glücklose Ganove noch einmal auf zum letzten großen Coup. Das Casino von Monte Carlo soll überfallen werden, aber nur zum Schein, die Polizei soll abgelenkt werden, damit man ungestört eine wertvolle Sammlung impressionistischer Gemälde ausrauben kann.

Regisseur Neil Jordan (sein Irland-Film "The Crying Game" wurde 1992 mit einem Oscar ausgezeichnet) verfilmte eine Geschichte, die Jean-Pierre Melville 1955 schon einmal verfilmt hatte ("Drei Uhr nachts"), damals als 'film noir', als schwarzen Thriller. Neil Jordan holte die Geschichte ins Heute und reicherte sie mit zahlreichen Neben-Figuren und Neben-Schauplätzen an.

Insbesondere baute er die Rolle eines Gegenspielers aus, eines Polizisten (Tchéky Karyo). Als Computer-Spezialist ist der jugoslawische Regie-Star Emir Kusturica mit von der Partie. Neil Jordan erweist sich als souverän genug, die Fäden der Handlung thrillerhaft immer weiter zu verwirren – alles kommt immer anders als man denkt. Auch am Ende geht nicht etwa alles schief.

Da sitzt Nick Nolte am Spieltisch – und gewinnt, gewinnt immer weiter, gewinnt so viel, dass er den Coup gar nicht mehr braucht. Da ist der Mann endlich glücklich: er hat Geld, ein Mädchen im Arm, und die Sonne lacht dazu. Was will man mehr vom Leben.

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