Weihnachten
Weihnachtsbräuche neuen Lebensbedingungen anpassen

Einen Monat vor Weihnachten warnen Psychologen vor zu vielen Ritualen und falschem Perfektionismus zum Fest. „Automatische Weihnachtsrituale können dazu führen, dass sich keiner mehr wohlfühlt“, sagte Diplom-Psychologin Hildegard Belardi in Köln.

dpa KöLN. Einen Monat vor Weihnachten warnen Psychologen vor zu vielen Ritualen und falschem Perfektionismus zum Fest. „Automatische Weihnachtsrituale können dazu führen, dass sich keiner mehr wohlfühlt“, sagte Diplom-Psychologin Hildegard Belardi in Köln.

Jeder solle seine Erwartungen überprüfen und selbstkritisch überdenken, meinte Belardi, die der Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächs-Psychotherapie (GwG) in Köln angehört.

Die Erwartungen seien möglicherweise durch verklärte Kindheitserinnerungen geprägt. „Eine Wiederholung der Rituale wiederholt nicht die einmal erlebten Gefühle aus der Vergangenheit“, warnte die Psychologin. Eingeschliffene Rituale könnten vielmehr zusammen mit veränderten Lebenssituationen ein Gelingen des Fests erschweren, sagte Belardi. Aber das lasse sich ändern. „Das wichtigste ist, dass man sich Zeit dafür nimmt.“ Das Problem sollte offen angesprochen werden.

„Familiäre Weihnachtsbräuche müssen sich den tatsächlichen Lebensbedingungen, den veränderten Werte-Vorstellungen und veränderten Rollen anpassen“, sagte Belardi. Würden Bräuche einfach übernommen, könnten sich die Betroffenen „regelrecht aus der Vergangenheit ferngesteuert“ fühlen.

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