Weihnachtsgeschenke
Immer mehr Gutscheine unterm Christbaum

Einkaufsstress gilt selbst bei größten Weihnachtsenthuisasten als tödlich für die Festtagsstimmung. Nicht nur deswegen greifen immer mehr Deutsche zum Gutschein als Geschenkoption. Praktisch gesehen vermeidet dies das nervige Umtauschen - und spült dem Handel häufig ein paar Extra-Euro in die Kassen.
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HB BERLIN. Nicht nur die große Spielzeugeisenbahn oder die digitale Spiegelreflexkamera landet unterm Weihnachtsbaum. Die Deutschen verschenken immer lieber auch kleine, bunt bedruckte Gutscheinkärtchen. Jüngsten Studien zufolge wird in diesem Jahr jedes zweite Geschenk am Heiligabend eine dieser Plastikkarten sein. Viele scheuen das Risiko, das Falsche ausgesucht zu haben. Bei Gutscheinen kann der Beschenkte selber entscheiden. Für die Unternehmen ist es ein zusätzliches Geschäft, wenn nach dem Fest die Menschen die Läden stürmen, um ihre Karten einzulösen. Dann wird häufig noch über den Gutscheinwert hinaus gekauft.

"Gutscheine sind nicht nur praktisch, schnell und einfach zu besorgen, sondern auch die Garantie, am Heiligabend auf jeden Fall das richtige Geschenk zu haben", betont Christian Lindner, Vorstand des Geschenkkartenvertriebs Retailo. An Tankstellen, in Banken, Supermärkten, Blumenläden, an Kiosken und Lotto-Annahmestellen können die Karten erworben werden - mittlerweile gibt es bundesweit rund 20 500 Vertriebsstationen. Verkauft werden die Plastikcoupons von Unternehmen wie Douglas, iTunes, C&A, Ikea, Otto und WMF.

Seit April 2008 betreibt Retailo diesen Service und spricht von einem "anhaltend steigenden Trend". Statt zu Ikea am Rande der Stadt zu fahren, kauften viele lieber einen um einen bestimmten Geldbetrag aufgeladenen Gutschein des schwedischen Möbelhauses an der Tankstelle. "Und nicht nur die hippe Oma kann ihrem Enkelkind eine iTunes-Karte schenken, dieser kann sie im Gegenzug auch mit einem Gutschein von Otto erfreuen", heißt es aus dem Kölner Unternehmen.

Viele schätzten die Gutscheine, weil es sie von der Verantwortung entlastet, das Richtige zu kaufen. "Das Risiko wird minimiert", sagt Wolfgang Adlwarth vom Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK. "Unsere Kunden nutzen die Karten vor allem, um Beträge für große Anschaffungen wie eine komplette Küchenausstattung oder ein neues Geschirr zu verschenken", berichtet Ikea-Sprecher Kai Hartmann. "Eine gute Möglichkeit, um ein relativ großes Geschenk unter dem Weihnachtsbaum zu platzieren." Ikea werbe daher auch mit dem "flachsten Paket, das wir je hatten". Ein Vorteil der Karten sei zudem, dass sie nicht auf ein konkretes Produkt bezogen seien.

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  • da folgt mal wieder eine Durchhalteparole der nächsten, das Märchen vom ewigen Aufschwung, die Menschen sind zwar nicht so oft in den Geschäften anzutreffen weil sie alle schon Gutscheine eingekauft haben, aber.... den Artikel hat bestimmt brüderle in Auftrag gegeben, und was nachdenklich stimmt !!!??? ....denn es kann ja auch passieren, dass es das betreffende Unternehmen irgendwann gar nicht mehr gibt, was soll uns das sagen, ..... aber ein Geschäft läuft in der Tat gerade klasse, dass von meinen Edelmetallhändler....;-)

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