Kultur + Kunstmarkt
Weiss: Entscheidung zum Palast-Abriss ist gefallen

„Der Abriss des Palastes der Republik ist beschlossen.“ Mit diesen Worten reagierte Kulturstaatsministerin Christina Weiss auf Forderungen, den vom Bundestag beschlossenen Abriss wegen des anhaltenden Interesses für eine kulturelle Zwischennutzung auf längere Zeit zu verschieben oder gar aufzuheben.

dpa BERLIN. „Der Abriss des Palastes der Republik ist beschlossen.“ Mit diesen Worten reagierte Kulturstaatsministerin Christina Weiss auf Forderungen, den vom Bundestag beschlossenen Abriss wegen des anhaltenden Interesses für eine kulturelle Zwischennutzung auf längere Zeit zu verschieben oder gar aufzuheben.

„Der Abriss wird zeitgleich mit der Ausschreibung für die Gestaltung des Schlossareals im nächsten Frühjahr stattfinden. Die Entscheidung des Bundestages gilt und ist unangefochten.“

Die Zwischennutzung finde jetzt nur mit Hilfe von Privatgeldern statt. Einzelne Kunstprojekte würden zwar vom Hauptstadtkulturfonds des Bundes unterstützt, aber dass sie im Palast stattfinden könnten, sei nur mit privaten Mitteln ermöglicht worden, betonte Weiss. „Es ist besser, man nutzt einen solchen Raum, als ihn einfach tot im Herzen der Stadt liegen zu lassen. Aber der Abriss ist beschlossen“, sagte Weiss der dpa.

Unterdessen begrüßte die PDS, der auch Kultursenator Thomas Flierl angehört, den Vorschlag des Architekten Manfred Prasser, der eine Einbeziehung von Teilen des asbestsanierten Rohbaus in den vom Bundestag beschlossenen Neubau mit der historischen Barockfassade des Stadtschlosses vorsieht. Dieser Vorschlag sei geeignet, die „streitenden Geister zu versöhnen“, meinte der kulturpolitische Sprecher der PDS, Wolfgang Brauer.

Der Vorschlag des Architekten würde zudem die Kosten für den Neubau um etwa 200 Mill. € verringern. Die Senatsbauverwaltung sollte die Pläne Prassers einer verantwortungsvollen Prüfung unterziehen und bei ihrer eventuellen Tauglichkeit Gespräche mit den Bundesbehörden aufnehmen. Bis dahin sollte mit dem Abriss nicht begonnen werden, forderte Brauer. Die Palast-Ruine wird bis zum 9. November für zahlreiche Kulturveranstaltungen genutzt. Die Initiatoren streben eine Verlängerung an.

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