Welterbe-Liste
Heidelberg muss sich erneut bei Unesco bewerben

Heidelberg muss warten. Das Komitee der Unesco konnte sich nicht dazu durchringen, die Stadt als Welterbe anerkannt wird. Der Antrag soll ergänzt und nachgebessert werden. Einige Gewinner wurden unterdessen gekürt.

HB JOHANNESBURG. Einst schwärmte Goethe von Heidelbergs "idealer landschaftlicher Lage", das Welterbe-Komitee der UNESCO zeigt sich nun weniger enthusiastisch. Es wird die historische Altstadt vorerst nicht als Weltkulturerbe anerkennen. Das Expertengremium entschied nach längeren Beratungen im südafrikanischen Durban, den Antrag Heidelbergs erst auf seiner nächsten Tagung im Sommer 2006 in Paris zu entscheiden.

Heidelbergs Oberbürgermeisterin Beate Weber (SPD) zeigte sich betrübt, dass es nicht gelang, Schloss und Altstadt zur Welterbestätte zu machen: "Ich bin natürlich schon ein wenig enttäuscht, dass es mit der Anerkennung nicht auf Anhieb geklappt hat und Heidelberg nun noch warten muss."

Die Stadt soll ihren Antrag ergänzen und nachbessern. Das baden-württembergische Innenministerium gab an, den Heidelbergern sei empfohlen worden, im neuen Antrag den "außergewöhnlichen universellen Wert" des Ensembles noch mehr zu verdeutlichen. Der weltweite Rang von Schloss, Stadt und Landschaft Heidelbergss müsse auch im Vergleich mit anderen europäischen Welterbe-Stätten wie Prag, Krakau, Salzburg oder Wien hervorgehoben werden. Oberbügermeisterin Weber und Innenminister Heribert Rech (CDU) sind zuversichtlich, dass die Stadt mit einem verbesserten Antrag Erfolg haben werde.

Ob der römische Grenzwall Limes in die Welterbe-Liste aufgenommen wird, entscheidet die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation im Laufe des Freitags.

Einige Gewinner wurden bereits verkündet. Zukünftig finden sich auf der Welterbe-Liste einer der weltweit größten und ältesten Meteoritenkrater in Südafrika, die norwegischen Fjorde Geiranger und Naeroy, Japans Shiretoko-Halbinsel, ein prähistorisches Tal in Ägypten, Mexikos Inselarchipel im Golf von Kalifornien, Thailands Dong Phayayen-Khao Yai-Waldkomplex, Panamas Coiba-Nationalpark und benachbarte Gebiete am indischen Blumental-Nationalpark im Himalaja und dem britischen St-Kilda-Inselarchipel. Zwei bereits gelistete prähistorische Stätten wurden ausgeweitet.

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