Weltweite Konzerte sollen Milliarden Menschen erreichen
Geldof will Ärmsten eine Stimme geben

150 Bands in neun Metropolen weltweit sollen am Samstag zum Mikrofon greifen und ihe Stimme für die Ärmsten der Welt erheben.

HB LONDON/BERLIN. Im Londoner Hyde Park, rund um die Berliner Siegessäule und in sieben weiteren Ländern haben am Freitag tausende Helfer letzte Vorbereitungen für den weltweiten musikalischen Protest gegen die Armut getroffen. Allein für das Live-8-Konzert im Zentrum der britischen Metropole an diesem Samstag hat Organisator Bob Geldof Tickets für 200 000 Menschen verteilen lassen. Rund um den Globus hofft er mit den Parallelkonzerten mehr als zwei Mrd. Menschen zu Aktionen für die Ärmsten der Welt zu mobilisieren.

„Wir wollen nicht Euer Geld, wir wollen Eure Stimme“, hat Sir Bob Geldof als Motto der von ihm organisierten Live8-Konzerte ausgeschrieben. Ging es bei einem ähnlichen Spektakel vor zwanzig Jahren darum, Geld zu sammeln, wollen Geldof und sein Team diesmal die Politiker mahnen. Als wichtigste Zielgruppe des Protestes gelten die Teilnehmer des Gipfeltreffens der größten Industrienationen (G8) vom 6. bis 8. Juli in Schottland. Von ihnen wird deutlich mehr Bereitschaft zur Linderung von Not und Elend erwartet als in der Vergangenheit.

Auch der Name Live-8 verdeutlicht die Verbindung der zwei Großereignisse: Die Acht, die im Englischen wie „aid“ (Hilfe) klingt, erinnert zugleich an die G-8.

Ob Geldof mit seinem schätzungsweise 45 Mill. Dollar teuren Projekt Erfolg hat, wird nach Ansicht von Beteiligten erst nach Jahren deutlich werden. „Das Endresultat wird eine Weile auf sich warten lassen“, sagte Midge Ure, einer der Mitstreiter Geldofs von 1984. Bei den Live-Aid-Konzerten damals ging es vor allem um Geldspenden für Afrika: Es kamen mehr als 100 Mill. Dollar zusammen. „Es hat 20 Jahre gedauert, um die Ergebnisse von damals zu sehen.“

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