„Wer wird Millionär?“

Telefonjoker Merkel und ihre SMS-Antwort

„Die Kanzlerin muss die Welt retten“: So erklärte sich „Wer wird Millionär?“-Moderator Günther Jauch, warum Merkel als Wolfgang Bosbachs Telefonjoker nicht ans Handy ging. Dem CDU-Mann antwortete sie später per SMS.
Update: 03.06.2014 - 09:39 Uhr 4 Kommentare
Greift zur Freude von Moderator Günther Jauch zu seinem prominenten Telefonjoker: Ex-Unionsfraktionschef Wolfgang Bosbach. Foto: RTL / Frank Hempel

Greift zur Freude von Moderator Günther Jauch zu seinem prominenten Telefonjoker: Ex-Unionsfraktionschef Wolfgang Bosbach.

Foto: RTL / Frank Hempel

Da konnte selbst „Mutti“ als hochkarätigster Joker, der je aus dem „Wer wird Millionär?“-Studio in Köln-Hürth angerufen wurde, nicht helfen: Beim Prominenten-Special, das am Abend von RTL ausgestrahlt wurde, setzte CDU-Politiker Wolfgang Bosbach (61) spontan auf die Regierungschefin als letzte Hilfe bei der 500.000 Euro-Frage.

Zu hören war Merkel allerdings nicht in der Show, sie ging nicht ans Telefon. Diese Information freilich hütete der Privatsender bis zur Ausstrahlung wie ein Staatsgeheimnis. Vorab hatte RTL nur bekanntgegeben, dass Bosbach Merkel als spontanen Joker bei einer DDR-Frage eingesetzt hatte und eine „Überraschung“ versprochen.

Die bestand dann lediglich darin, dass der Versuch scheiterte, Merkel an die Strippe zu bekommen. Das Spannendste am Rande war dann noch die Antwort der Kanzlerin noch während der Sendung per SMS: „Ok was auch immer es war herzliche grüße am“, schrieb sie an Bosbach.

13 Fragen hatte der vorher auf Jauchs „heißem Stuhl“ gewusst, bei der 14. war er ins Stocken geraten. Er hatte keine Antwort auf die Frage „Die DDR-Kult-Waschmaschine ,WM66' ist unter anderem dafür legendär, dass viele Besitzer mit dem Gerät auch ...?“A: Heizstrom erzeugten, B: Obst einkochten, C: Staub saugten, D: Westradio empfingen?“ war Schluss für den ehemaligen Unions-Fraktionschef. Richtig war Antwort B.

Das zu wissen, traute er allerdings keinem seiner drei genannten Telefonjoker zu. Aus dem Geplauder mit Jauch entstand die Idee, Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Rate zu ziehen, unter tatkräftiger Mithilfe von Günther Jauch.

Wolfgang Bosbach: „Wen soll ich da anrufen außer der Kanzlerin?“

Günther Jauch: „Stimmt, das wäre eine super Idee. Wenn Sie die Nummer hier hinkriegen, dürfen Sie die als Sonder-Joker einführen.“

Bosbach: „Ich würde das sofort probieren, nur ist mein Handy da, wo es sein soll – nämlich in der Garderobe.“

Jauch: „Das macht nichts. Wir holen das. Wenn Sie jetzt bei Angela Merkel anrufen, leuchtet dann sofort ihr Name auf? Sodass sie weiß, wer dran ist?“

Quotenhoch für RTL
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4 Kommentare zu "„Wer wird Millionär?“: Telefonjoker Merkel und ihre SMS-Antwort"

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  • Der Vorgang dient zwar zur allgemeinen Belustigung, andererseits stellt er eindrucksvoll dar, was wir schon wussten:

    Wenn's gilt, ist sie abgetaucht!

  • Wie wäre es, wenn sich die Politiker mit der Arbeit beschäftigen, wofür sie gewählt worden sind.

    In Berlin sind genug Aufgaben zu lösen, die jede Menge Energie kosten.

    Bosbach ist einer der Top Jumping Politiker, der kaum eine Talkshow oder sonstiges auslässt.

    Diese indirekte Wahlhilfe für die Politiker, die gesteuert ausgesucht worden sind, ist schlicht unseriös.

    Zudem schaden diese Showeinlagen der Politik und sie werden noch mehr ins lächerliche gezogen.


  • Was für eine schlechte Politshow! In Nordkorea würde der Führer ans Telefon gehen und sofort die richtige Antwort geben. Haben wir denn nur Amatuere im Politbüro?

  • Ist es legitim zu fragen, warum ein Politiker die Privatnummer einer einflussreichen Moderatorin des ÖR im Mobiltelefon hat? Finanzieren wir nicht auch den ÖR aus dem Argument heraus, dass dieser unabhängig, kritisch und frei von Verflechtungen sein sollte?

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