Werbung für Mercedes
Comeback für MacGyver

Alte TV-Helden in neuer Karosse: Mercedes reaktiviert die Kultfigur aus den 80ern als Werbeträger für einen neuen Mini-Van. Der Autohersteller will das biedere Image des Nutzfahrzeuges durch den Serienhelden aufwerten.
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Berlin/StuttgartRückruf für MacGyver. Der Meister der Tüftelei ist wieder da. In den 80er Jahren war der TV-Serienheld weltweit bekannt für seine unkonventionellen Rettungseinsätze. Jetzt hat er einen neuen Arbeitgeber gefunden: Mercedes-Benz. Die Stuttgarter haben drei actiongeladene Werbefilme mit dem Schauspieler Richard Dean Anderson in seiner Paraderolle produzieren lassen.

Er wird wieder gebraucht, heißt es bei Daimler. Bisher waren es simple Werkzeuge wie Büroklammern oder Kaugummis, mit denen der etwas andere Held sogar Atombomben entschärften konnte. Eine Rolle Klebeband und das allgegenwärtige Taschenmesser retteten ihm oft das Leben.

Jetzt bekommt die inzwischen 62 Jahre alte Kultfigur Unterstützung. Ein  neues Auto wird ihm an die Seite gestellt. Ein bulliger Kastenwagen nach dem Vorbild des Renault Kangoo, ein fahrender Werkzeugkasten also, bestens geeignet für jeden Handwerker, für die wahren Helden des Alltags.

City-Titan, kurz Citan, so heißt MacGyvers Sidekick. Die Attribute des Altmeisters - hart im Nehmen, lösungsorientiert und durch nichts aufzuhalten - passen angeblich perfekt zu den Eigenschaften des Autos. Außerdem möchte Mercedes gerade die etwas ältere Zielgruppe der Zuschauer aus jener Zeit ansprechen, die wie ihr Held schon etwas reifer geworden sind.

Die Hamburger Werber von Lukas Lindemann Rosinski sorgen für die passende Anmutung. Sie stecken MacGyver in einen Klempner-Overall, mischen die Titelmusik neu ab und kaufen sogar die deutsche Synchronstimme des Schauspielers ein.

Kinoplakate, Anzeigen, Showauftritte - die Agentur entwickelte eine integrierte Kampagne für 24 Länder. Hollywood-Autoren entstaubten die Serie und passten sie nach dem Vorbild von „Sherlock“ den heutigen Sehgewohnheiten an. Schnell, grell und überraschend kommt sie jetzt rüber. Und schon ist der Meister der Improvisation wieder unterwegs: er klemmt Stromleitungen ab, sprengt verschlossene Türen auf  und bastelt Plastiktüten zu Atemmasken um.

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