Wettbewerbsvorsprung
Nur wer die Trends kennt, schlägt die Konkurrenz

Der Megatrend Alterung der Gesellschaft interessiert den Schulranzenhersteller nicht? Sollte er aber, argumentieren die Autoren des Buches „Zukunft machen“. Das Arbeitsbuch verrät Unternehmern, wie sie mit den Methoden der Zukunftsforschung zu einem Wettbewerbsvorsprung gelangen.

DÜSSELDORF. Der Megatrend Alterung der Gesellschaft sollte die Schulranzenhersteller interessieren, argumentieren die Autoren des Buches „Zukunft machen“. Denn mit dem demografischen Wandel sinkt die Zahl der Kinder, die der Älteren steigt. Die brauchen keine Schulranzen – doch vielleicht eine vielseitige Aktentasche jenseits der klassischen Business-Modelle. Für den Ranzenhersteller liegen hier womöglich ungenutzte Potenziale.

Matthias Horx und seine Autorenkollegen versuchen, dem Leser Denkweisen und Ansätze näherzubringen, um anhand von Trends Innovationen zu kreieren, sich so einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen oder neue Märkte zu erschließen. Die Megatrends sind ihr wichtigstes Hilfsmittel. Das sind Einflusskräfte, die mindestens 30 bis 50 Jahre dauern und sich auf alle Lebensbereiche auswirken – und das weltweit. Für die Autoren sind dies die wichtigsten: Alterung, Gesundheit, New Work, Bildung, Frauen und Individualisierung.

Hier setzten sie an. Mit zahlreichen Best-Practice-Beispielen und Praxis-Tipps wollen sie zeigen, wie Unternehmer mit den Methoden der Zukunftsforschung Trends erkennen, ihre Auswirkungen auf das eigene Geschäftsmodell beschreiben und, darauf aufbauend, zu Innovationen kommen können.

Ihre wichtigste Botschaft: Die Kundenperspektive ist entscheidend. „Die Arbeit mit Trends erzieht zum Denken vom Kunden aus.“ Der Unternehmer soll lernen, bei dessen gesellschaftlichem Umfeld anzusetzen und auch mal neue Pfade zu nehmen. Warum immer nur die Kunden ansprechen und versuchen zu halten? Wesentlich größere Potenziale liegen möglicherweise bei den Nichtkunden. „ Denken Sie auch einmal darüber nach, was potenzielle Kunden davon abhält, Ihr Produkt zu kaufen oder Ihre Dienstleistung zu nutzen“, raten die Autoren. Das ist eine der fünf vorgestellten Strategien für die Zukunftsmärkte. Wenn sich Unternehmer die richtigen Fragen stellen, sind sie auf gutem Weg, um von Megatrends, neuen Konsumentengruppen und Zukunftsmärkten zu profitieren. Was Megatrend und innovative Idee verbindet? In einem Satz soll der Zusammenhang zwischen beiden erklärbar sein. Sonst fehle der Idee die nötige Power.

Die Megatrends beeinflussen nach Ansicht der Autoren auch die Werte und den Wertewandel. Unternehmer sollten sich auch damit auseinandersetzen, um neue komplexe Lebensstile zu verstehen und für diese Gruppen die passenden Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln. Auch der Blick über den Tellerrand kann lohnenswert sein. Wer andere Branchen und deren Lösungsansätze für ähnliche Probleme analysiere, könne davon lernen. Und sie kopieren. „Zukunft machen“ ist ein verständlich geschriebenes Arbeitsbuch mit zahlreichen Handlungsanleitungen und Umsetzungshilfen.

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