„Wetten,dass..?“
Gottschalk kassierte Millionen für Schleichwerbung

Dubiose Geschäfte der Gottschalk-Brüder: Für Millionensummen hat die Firma Dolce Media von Thomas Gottschalks Bruder Christoph laut „Spiegel“ Produktplatzierungen von Firmen bei „Wetten, dass..?“ möglich gemacht.
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DüsseldorfLobpreisung der neuen A-Klasse von Mercedes oder schöne Worte über ein Solardach von Solarworld zwischen Promi-Smalltalk und Wetten bei Deutschlands größter Unterhaltungsshow: Der „Spiegel“ berichtet, dass die Firma Dolce Media von Thomas Gottschalks Bruder Christoph über Jahre hinweg Unternehmen bei „Wetten, dass..?“ Schleichwerbung betreiben ließ und dafür Millionen kassierte.

Dem Magazin lägen Informationen vor, dass die Firma Dolce Media entsprechende Verträge über die eigentlich verbotene Schleichwerbung mit den Unternehmen Daimler-Chrysler (heute Daimler) und Solarworld abgeschlossen hätte.

Das Magazin berichtet weiter, dass aus den Verträgen, die 2003 geschlossen wurden, hervorgehe, dass die redaktionelle Unabhängigkeit des ZDF untergraben wurde. Das wäre ein Verstoß gegen den Rundfunkstaatsvertrag.

Die Papiere enthielten sogar detaillierte Regieanweisungen. So wurde die Anmoderation zu einem präsentierten Mercedes A-Klasse im Vorfeld geregelt. Auch aus welcher Perspektive das Fahrzeug gezeigt werden soll und wo Showmaster Gottschalk zu stehen hat, um den Blick auf das Auto nicht zu verdecken.

Ein anderer Abschnitt regelt, wie lange das Auto in der Sendung zu sehen sein soll: 45 Sekunden, so der „Spiegel“. Daimler-Chrysler ließ sich das laut den Verträgen, die dem Magazin vorliegen, 1,25 Millionen Euro pro Jahr kosten.

Die Firma von Christoph Gottschalk, Dolce Media, wollte laut „Spiegel“ keine Auskunft zu den Vorwürfen geben – aufgrund „ausdrücklicher Verschwiegenheitsklauseln“, wie es in dem Bericht heißt. Daimler beruft sich auf Klauseln in dem Vertrag, die gewährleisten sollten, dass der Rundfunkstaatsvertrag voll eingehalten würde, so das Magazin weiter. ZDF lässt mitteilen, dass keine „unzulässige Einflussnahme“ stattgefunden hätte.

Dolce Media wollte zu Details der Verträge nichts sagen, weil es „ausdrückliche Verschwiegenheitsklauseln“ gebe. Auch Thomas und Christoph Gottschalk haben bisher nicht persönlich Stellung genommen. Anders die betroffenen Unternehmen: Daimler-Konzernsprecher Jörg Howe sprach von einem „aus damaliger Sicht ganz normalen Vorgang“.

In den Verträgen habe explizit gestanden, dass „Dolce Media aufgrund einer Kooperationsvereinbarung mit dem ZDF“ gewährleiste, dass der Rundfunkstaatsvertrag sowie die Werbe- und Sponsoringrichtlinien des ZDF voll eingehalten würden. „Darauf mussten wir uns verlassen.“

Frank Asbeck, Chef der Solarenergiefirma Solarworld, der rund eine Million Euro zahlte, um in der „Wetten, dass..?“-Staffel 2010/2011 Kooperationspartner zu werden, redet im „Spiegel“ Klartext: „Man zahlt für die Sendesekunden.“

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„Man zahlt für Werbesekunden“

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  • Gottschalk, ist das der Gummibärchenverkäufer kurz for der Tagesschau? Der Mann der bei Kindern und Zahnärzten besonders beliebt ist mit seiner Kariesunterstützungsaktion?

  • warum sollte es anders sein?
    Korrupt ist doch jeder - der eine kassiert pro Vortrag 15.000,- Euro und behauptet er wolle nur das Beste fürs Volk, der andere Macht Schleichwerbung. Wulffs diverse Urlaube, Wowereits und Berlusconies Partys alles das gleiche Rezept.


  • ... wenn ich aber sehe, dass die meisten Business-Flieger als Lektüre die "Gala" wünschen, wundert mich eigentlich nichts mehr.

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