Shortlist Wirtschaftsbuchpreis
Die zehn Besten

Diese Bücher gehen in das Rennen um den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2015. Der Sieger wird am 15. Oktober im Rahmen der Frankfurter Buchmesse gekürt.
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DüsseldorfDer neue globale Zusammenhang – „the new global context“ war das große Thema und die Herausforderung, als sich Anfang des Jahres die Politik- und Wirtschaftselite in Davos zum Weltwirtschaftsforum traf. In allen Meetings und Panels ging es um den politischen, ökonomischen, sozialen und technologischen Wandel, der sich gerade vollzieht und der das Potenzial habe, so meinten die Organisatoren, die Ära von ökonomischer Integration und internationaler Partnerschaft zu beenden, die 1989 begonnen hatte.

Diesen Wandel spürt jeder. Jeden Tag. Und empfindet ihn als positiv oder negativ, als inspirierend und faszinierend oder bedrohlich. Ob Industrie 4.0, Kulturwandel in der Finanzbranche, demografische Veränderungen, internationale Brandherde oder wachsende soziale Spannungen zwischen Nord und Süd und auch vor der Haustür - Stichwort Flüchtlinge - die Welt wird komplexer und es gibt keine einfachen Welterklärungen mehr.

Doch Verunsicherung kann ein Antrieb sein, sich intensiv mit dem großen Thema „global context“ zu beschäftigen. „Wir überschätzen immer den Wandel der nächsten zwei Jahre und unterschätzen den der nächsten zehn Jahre“, sagt Microsoft-Gründer Bill Gates. Zur Bewältigung der Komplexität helfen ein Perspektivwechsel und die Beschäftigung mit dem Detail. Die Wirtschaftsbücher, die in den vergangenen zwölf Monaten in Deutschland erschienen sind, drehen sich thematisch zum großen Teil um den Wandel. Knapp hundert davon, allesamt von hoher Qualität, wurden von den Verlagen ins Rennen um das beste Wirtschaftsbuch des Jahres geschickt.

Zehn Bücher haben es in die Endauswahl geschafft. Eines von ihnen wird den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis gewinnen, den das Handelsblatt, die Frankfurter Buchmesse und die Investmentbank Goldman Sachs in diesem Jahr zum neunten Mal ausschreiben. Die Partner wollen mit der Auszeichnung die Bedeutung des Wirtschaftsbuches bei der Vermittlung ökonomischer Zusammenhänge unterstreichen und einen Beitrag zur ökonomischen Bildung in der Gesellschaft liefern. Verständlichkeit ist ein wichtiges Kriterium.

Zehn Bücher, zehn Impulse: Unter den Finalisten sind Titel, die schon jetzt Klassiker sind, Bücher, die aktuelle Probleme wie das geplante Freihandelsabkommen, die wachsende Ungleichheit, das Problems des (Ver)Erbens oder Managementfehler durchleuchten, die neue Geschäftsmodelle aufzeigen und ganz neue Perspektiven eröffnen, die versuchen zu ergründen, in welcher Welt wir leben werden.

Gemeinsam haben die Titel der Shortlist einen scharfen Blick und eine verständliche Sprache, gemäß des Mottos des Wirtschaftsbuchpreises: Wirtschaft verstehen. Perikles, der Staatsmann aus Athen, hatte recht: „Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein.“

Regina Krieger
Regina Krieger
Handelsblatt / Korrespondentin

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