Wirtschaftsbuchpreis 2014 Der Blick nach vorn

Welches Buch gewinnt? Das Handelsblatt hat gemeinsam mit der Frankfurter Buchmesse und Goldman Sachs die Finalisten des Wirtschaftsbuchpreises gekürt. Welche Autoren Chancen auf den Titel haben.
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Wer hat das beste deutsche Wirtschaftsbuch geschrieben? Zehn Bücher haben es auf die Shortlist geschafft. Quelle: dpa

Wer hat das beste deutsche Wirtschaftsbuch geschrieben? Zehn Bücher haben es auf die Shortlist geschafft.

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DüsseldorfStabile Umsätze und ein neues Selbstbewusstsein meldet der Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in diesen Tagen. Gerade sind die neuen Daten über die Buchbranche veröffentlicht worden: Keine Krise, gut sieht es aus bei Handel und Verlagen, mit einem leichten Zuwachs 2013, einem Umsatz von 9,5 Millionen Euro und 81.919 neuen Titeln, mehr als im Jahr davor. „Auf dem deutschen Buchmarkt dominiert die kluge Verbindung von innovativen Ideen mit bestehenden erfolgreichen Angeboten der Marktteilnehmer“, erklärt Heinrich Riethmüller, der seit einem Jahr Vorsteher des Börsenvereins ist.

Innovation und Qualität passen auch als Stichworte für die neuen Wirtschaftsbücher der Saison. In den vergangenen zwölf Monaten sind überdurchschnittlich viele gute Titel erschienen. Es geht in ihnen um das Verstehen der wirtschaftlichen Zusammenhänge, um große Debatten und um Hintergründe, die aktuelle Phänomene beleuchten. Analysen globaler Zusammenhänge halten sich die Waage mit dem Blick auf die Verhältnisse in Deutschland, zu Praxisratgebern über Führung und Management kommen Biografien, provozierende Essays oder Börsenratgeber.

Knapp 100 Neuerscheinungen, Bücher und Fahnen, aus den vergangenen zwölf Monaten Titel wurden von den Verlagen eingereicht beim Rennen um das beste Wirtschaftsbuch des Jahres – eine Rekordzahl, die zeigt, dass der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis in seinem achten Jahr zu einer festen Institution geworden ist.

Die drei Initiatoren Handelsblatt, Frankfurter Buchmesse und Goldman Sachs verleihen den Preis, um eine Autorin oder einen Autor auszuzeichnen, die in beispielhafter Weise das Thema Wirtschaft behandeln und einem breiten Publikum ökonomische Zusammenhänge verständlich nahebringen. Dazu gehört als wichtiges Kriterium neben Aktualität und neuen Gedanken eine verständliche Sprache. Deshalb lautet das Motto des Preises auch „Wirtschaft verstehen“.

Zehn Bücher haben es auf die Shortlist geschafft. Aus ihnen wählt eine hochkarätige Jury unter dem Vorsitz von Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart das Siegerbuch, die feierliche Preisverleihung ist am 9. Oktober im Rahmen der Buchmesse in Frankfurt. Glück, Angst, Wachstum, Innovation, Geld, Big Data, Wall Street und Silicon Valley - die Themenpalette der Bücher ist breit und ein Spiegel der Wirklichkeit.

Diese Köpfe entscheiden über das Wirtschaftsbuch 2014
Ann-Kristin Achleitner
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Ann-Kristin Achleitner

Sie ist eine der wenigen Frauen in deutschen Aufsichtsräten: Ann-Kristin Achleitner sitzt in den Kontrollgremien von Linde, Metro und der Munich Re. Die Professorin betreut zudem den KfW-Stiftungslehrstuhl für Entrepreneurial Finance an der Technischen Universität in München.

Jahreswechsel - Simone Bagel-Trah
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Simone Bagel-Trah

Die Henkel-Erbin wacht über das Unternehmen ihrer Familie. Sie ist nicht nur Vorsitzende des Gesellschafterausschusses, sondern auch Aufsichtsratschefin. Damit war sie die erste Frau in Deutschland, die die Kontrolle über ein Kontrollgremium eines Dax-Konzerns übernahm. Bagel-Trah ist die Ur-ur-Enkelin des Henkel-Gründers Fritz Henkel.

Buchmesse - Juergen Boos
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Juergen Boos

Mit Büchern kennt er sich aus: Jürgen Boos ist seit 2005 der Direktor der Frankfurter Buchmesse. Zuvor arbeitete er bereits als Verlagsmanager. Die Frankfurter Buchmesse vergibt den Preis gemeinsam mit dem Handelsblatt und Goldman Sachs.

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Alexander Dibelius

Der Banker gilt als raffiniert und erfolgreich. Der Vorstandsvorsitzende von Goldman Sachs in Deutschland hat zahlreiche Firmenübernahmen und Fusionen betreut. Das Geldhaus gehört ebenfalls zu den Initiatoren des Wirtschaftsbuchpreises.

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Daniel Zimmer

Der Professor für Wirtschafts- und Handelsrecht ist nicht nur Präsident der Monopolkommission, sondern hat auch selbst schon Erfahrung mit dem Wirtschaftsbuchpreis gesammelt: 2013 erhielt er die Auszeichnung für sein Buch „Weniger Politik! Plädoyer für eine freiheitsorientierte Konzeption von Staat und Recht“. In diesem Jahr darf der Professor der Universität Bonn mit über seinen Nachfolger bestimmen.

huGO-BildID: 4980812 Dr. Gushurst
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Klaus-Peter Gushurst

Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler ist Sprecher der Geschäftsführung bei PwC Strategy& (gesprochen: Strategyand). Er ist verantwortlicher Manager für Deutschland, Österreich, die Schweiz und Russland. Gushurst arbeitet bereits seit mehr als 20 Jahren für die Tochter der Beratungsagentur PwC.

75. Geburtstag von Dr. Jürgen Heraeus
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Jürgen Heraeus

Der Unternehmer hat jahrelang die familieneigene Heraeus Holding geleitet. Bis heute ist er dort Aufsichtsratsvorsitzender. Gleichzeitig engagiert er sich auch für wohltätige Zwecke. Er ist Vorsitzender von dem Kinderhilfswerk Unicef in Deutschland.

Im vergangenen Jahr lag durch die Bundestagswahl der Fokus auf der Politik. Den Preis gewann Daniel Zimmer, Juraprofessor in Bonn und Präsident der Monopolkommission, für sein Buch „Weniger Politik!“, ein „Plädoyer für eine freiheitsorientierte Konzeption von Staat und Recht“. Zimmer kritisiert darin die Regulierungswut in Berlin und Brüssel und das immer stärker werdende Eingreifen der Politik in Märkte und Lebensbereiche.

2014 gibt es zwei Trends, die auf zwei Begriffe gebracht werden können: Geld und Gesellschaft oder auch Befindlichkeit im Kapitalismus. Eine kleine Premiere: Zum ersten Mal sind unter den zehn Autoren drei Frauen. Außerdem wird der Preis internationaler, zu finden sind angelsächsische und ein französischer Autor. In den kommenden Wochen werden die zehn Shortlist-Titel auf dieser Literaturseite ausführlich vorgestellt. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

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2 Kommentare zu "Wirtschaftsbuchpreis 2014: Der Blick nach vorn"

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  • Interessant dürfte auch das Buch "Weltmacht IWF" von Ernst Wolff sein.
    Allein die Leseprobe des Tectum-Verlags klingt vielversprechend.

  • Was man aufgrund der kurzen Beschreibung und der Autoren entnehmen kann, sind die vorgestellten Bücher für mich nicht lesenswert, denn die Protagonisten legen nicht den Finger in die Wunde der wirklich fatalen Entwicklungen, die durch die unheilbringende Allianz der gekauften Politik und der volksschädigenden Finanzindustrie.

    Wenn das sehr gute Buch von Gabor Steingart "Unser Wohlstand und seine Feinde" im Rennen wäre, würde ich diesem Werk die Vorreiter-Rolle einräumen.

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