Wirtschaftsbuchpreis 2016
Das zehnte Mal

An Wirtschaftsthemen mangelt es nicht in diesem turbulenten Jahr. Doch nur ein Buch kann gewinnen. Das Handelsblatt, die Frankfurter Buchmesse und Goldman Sachs suchen das beste Wirtschaftsbuch des Jahres.

An Themen für gute Wirtschaftsbücher mangelt es nicht in diesem turbulenten Jahr. Stichwörter sind Nullzinsen, Finanzmarkt-Turbulenzen, gebremstes China-Wachstum, Erdölpreise, Klimaschutz und die Grenzen der Globalisierung. Oder die Industrie 4.0, der Blick auf Innovationen und Zukunftsentwicklungen, Big Data, Elektroautos, Start-Ups und die Probleme und Skandale mancher großer Unternehmen. Auch die Politik hat ausreichend Themen für ökonomische Analysen zu bieten: die Flüchtlingskrise, der Vertrauensverlust in Brüssel, die Zukunft der EU, der Kampf gegen den Terror. Dazu kommen die großen Debattenthemen im Management wie Mindfulness, also Achtsamkeit, sich nicht mehr ablenken lassen, sondern sich auf eine Sache konzentrieren, und Resilienz, die Fähigkeit, mit Schwierigkeiten und Rückschlägen gut umgehen zu können in Zeiten der Überforderung.

Egal welches Thema, nur ein Buch wird gewinnen. Das Handelsblatt, die Frankfurter Buchmesse und die Investmentbank Goldman Sachs suchen das beste Wirtschaftsbuch des Jahres in Deutschland und schreiben den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2016 aus. Er wird am 21. Oktober 2016 bei einer festlichen Abendveranstaltung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse verliehen.

 Dieses Jahr wird besonders gefeiert, denn der Preis, der mit 10000 Euro dotiert ist, hat Jubiläum und wird zum zehnten Mal verliehen. In den Teilnahmebedingungen heißt es, mit dem Preis sollen eine Autorin oder ein Autor ausgezeichnet werden, die in beispielhafter Weise das Thema Wirtschaft behandeln und einem breiten Publikum ökonomische Zusammenhänge verständlich nahebringen. Das Motto des Preises lautet deshalb „Wirtschaft verstehen“.

 Die Ausschreibung richtet sich an Verlage, die maximal drei Titel einreichen können. Die Bücher müssen zwischen Oktober 2015 und September 2016 in Erstauflage in Deutschland erscheinen. Autoren selbst können sich nicht bewerben.

Um die größtmögliche Aktualität zu ermöglichen, können Verlage auch Titel anmelden, die zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht als gedrucktes Buch vorliegen. In diesem Fall muss der Verlag die Fahnen oder das Manuskript einreichen.

 Am 12. August wird auf der Literaturseite des Handelsblatts die Shortlist mit den zehn Finalisten veröffentlicht. Die zehn Bücher werden dann ausführlich im Handelsblatt vorgestellt. Über die Preisvergabe entscheidet eine hochkarätige Jury aus Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern unter dem Vorsitz von Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart.

 Im vergangenen Jahr ging der Preis an zwei Forscher der amerikanischen Elite-Universität Eliteuniversität Massachusetts Institute of Technology (MIT). Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee gewannen mit ihrem Buch „The second maschine age — Wie die nächste digitale Revolution unser aller Leben verändern wird“. „Wir prämieren das Buch, weil die Autoren das zentrale Thema unseres Zeitalters allgemeinverständlich und klar geschrieben analysieren und zugleich optimistisch in die Zukunft blicken“, erklärte der Jury-Vorsitzende Gabor Steingart, „die Autoren sagen voraus, dass die digitale Revolution unser Arbeitsleben mindestens genauso grundlegend verändern wird wie die industrielle Revolution vor 200 Jahren. Mit dem technologischen Fortschritt sind für uns große Herausforderungen verbunden.“

Wer 2016 den Preis gewinnt, sollte diese Sentenz von John Maynard Keynes beherzigen: „Die Schwierigkeit ist nicht neue Ideen zu finden, sondern den alten zu entkommen.“

Regina Krieger
Regina Krieger
Handelsblatt / Korrespondentin
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