Wirtschaftsbuchpreis 2016
Die zehn Besten

Hier ist die Shortlist des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises 2016. Eines dieser zehn Bücher wird im Oktober im Rahmen der Frankfurter Buchmesse als bestes Wirtschaftsbuch des Jahres prämiert.

Kreativität ist der Schlüssel. Wie anders können Wirtschaftsführer, Politiker und Wissenschaftler in Zeiten von unübersehbarer Komplexität und unkalkulierbaren Gefahrenmomenten wie in diesem ungewöhnlichen Jahr 2016 gestalten und managen? Die Kreativität ist der Kompass für den Wandel, für Veränderung, für Zukunft. Es ist nötig, Geschehenes zu analysieren - vor allem Krisen - Strategien zu verbessern und nach neuen Wegen zu suchen. Das gilt für Unternehmen mit globalen Marktproblemen und aggressiven Konkurrenten ebenso wie für Staatsmänner und -Frauen - Stichworte sind Brexit, Flüchtlingskrise, Türkei, TTIP-Diskussion - und auch für Vordenker, ob Ökonomen, Steuerexperten, Städteplaner oder Geopolitiker.

„Probleme kann man niemals auf derselben Ebene lösen, auf der sie entstanden sind“, sagte Albert Einstein. Gefragt ist also Kreativität. Beim Blick auf die Wirtschaftsbücher, die in diesem Jahr in Deutschland erschienen sind, scheint genau das der Leitfaden der Verleger gewesen zu sein. Dass die Zeit der Krisenbücher, Katastrophenszenarien und Pessimismusbibeln abgelaufen ist, zeichnete sich schon seit einiger Zeit ab. 2016 aber ist der Blick mehrheitlich nach vorn gerichtet.

Die Wirtschaftstitel, die für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2016 eingereicht wurden, zeichnen sich allesamt durch ihre Suche nach neuen Ansätzen und Lösungen aus. Und durch Qualität. Wenn diese Bücher ein Spiegel für die gesamte Buchbranche sind, kann im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse auf ein gutes Jahr angestoßen werden.

Die Buchbranche insgesamt wächst zwar nicht, doch der Umsatz auf dem Buchmarkt bleibt nach den neuen Zahlen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels von diesem Sommer mit 9,2 Milliarden Euro für 2015 „trotz großer Umbrüche und massiver Medienkonkurrenz“ seit zehn Jahren stabil. In den ersten vier Monaten 2016 ging es wieder um knapp zwei Prozent nach oben.

Für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis bedeutet 2016 ein Jubiläum und einen Rekord zugleich: Der Preis wird in diesem Jahr zum zehnten Mal verliehen und es gab dieses Mal mit mehr als 100 Büchern mehr Einsendungen als zuvor. Die Prämierung des besten Wirtschaftsbuchs in Deutschland ist zum festen Termin für Verleger und Unternehmer geworden - in diesem Jubiläumsjahr wird der Sieger oder die Siegerin in der Buchmessenwoche am Freitag, den 21. Oktober gekürt.

Zehn Bücher haben es auf die Shortlist geschafft - sie zeigen, dass der Preis immer internationaler geworden ist. Die Finalisten, zur Hälfte aus Deutschland, zur Hälfte aus angelsächsischen Ländern, schreiben über Kreativität in allen Aspekten: es geht um den digitalen Wandel, der für Deutschland über Industrie 4.0 hinausreicht, um Innovation, Originalität, Nachdenken über die Wirtschaftsordnung der Zukunft, um die Frage, ob der Kapitalismus zu Ende ist oder neue Ausdrucksformen findet, um die Zukunft Europas, der Währungsunion, des Euro und die Belastbarkeit der deutsch-französischen Achse als Motor nach dem Brexit, es geht um die Zukunft von Volkswagen nach dem Dieselgate-Skandal und um die Weltmärkte, wie sie funktionieren und wie sie manipuliert werden.

Der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis hat sich mittlerweile als wichtigster Literaturpreis in diesem Genre etabliert. Die drei Partner Handelsblatt, Frankfurter Buchmesse und die Investmentbank Goldman Sachs vergeben ihn gemeinsam, um die Bedeutung des Wirtschaftsbuches bei der Vermittlung ökonomischer Zusammenhänge zu unterstreichen und damit zugleich einen Beitrag zur ökonomischen Bildung in der deutschen Gesellschaft zu leisten. Deshalb lautet das Motto des Preises „Wirtschaft verstehen“.

Eine unabhängige Jury aus Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern wählt das Buch des Jahres. Bis zur Preisverleihung stellt die Handelsblatt-Redaktion in den nächsten zehn Wochen bis zur Buchmesse die Bücher der zehn Finalisten ausführlich auf der Literaturseite vor. Alle Rezensionen und alle Informationen zum Preis sind zu finden unter:

www.deutscher-wirtschaftsbuchpreis.de

Regina Krieger
Regina Krieger
Handelsblatt / Korrespondentin
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