Wochenende im Schnee
Fersenfrei genießen

Wer Lust auf ein abseitiges Skivergnügen hat, der ist in der bayerischen WM- und vielleicht sogar Olympia-Stadt Garmisch-Partenkirchen genau richtig. Dort kann man nämlich, egal ob „Freerider“, „Freeheeler“ oder "Anti-Après-Sportler" ein Wochenende der besonderen Art verbringen.

Die Ferse hoch, das Knie tief – so stürzen sich wagemutige Freeheeler die steilsten Hänge und Pisten hinunter. Telemark, neudeutsch Freeheel, die alte norwegische Skitechnik, steht bei Gebirgssportlern wieder hoch im Kurs. In der Zugspitz-Region, in der deutschen Telemark-Hochburg Garmisch-Partenkirchen, treffen sich die Fans der eleganten Schwünge am Hausberg zum „Freeheel German Masters“, dem „Festival der freien Ferse“, um in einem spektakulären Telecross mit Wellen, Sprüngen und Steilkurven die Besten zu ermitteln.

Mitfahren kann jeder, der die Knie ordentlich beugt und die Skier laufen lässt. Doch es sind nicht nur die Protagonisten der Pisten, die es in den ehemaligen Olympiaort zieht. Man kommt auch, um zu feiern. Auf der Winnerparty am Drehmöser 9 etwa, dem Hütten-Hot-Spot gleich neben der Bergstation. Slalom-Star Felix Neureuther lässt sich dort zuweilen auf der Sonnenterrasse nieder, wenn er nicht gerade an seinem Haushang Gundiberg neben der neuen Skisprungschanze die Stangen knickt. Steht kein Weltcup-Rennen an, trifft man ihn auch nächtens in der Kultkneipe Zirbel oder der In-Bar Maronis. Es wird kolportiert, dass er auch die Lodge am Hausberg aufsucht, wo zu vorgerückter Stunde die Freeheeler nach romantischer Fackelabfahrt einfallen und die Nacht zum Tage machen.

Anti-Après-Sportler schlüpfen stattdessen mit dicken Schlafsäcken, Schaf-Fellen und Expeditions-Matten ins Iglu. Auf der Zugspitze haben kanadische Inuit ein paar gebaut. Inklusive Iglu-Bar und Whirlpool. In der Nachbarschaft bietet Mohammed Akrams Abendbrotalternativen in seinem gläsernen Restaurant Gletschergarten. Wenn frühmorgens der erste Lift surrt, geht es für die hochalpinen Übernachtungsgäste aus dem Schlafsack direkt auf die Piste. Und nach einer Abfahrt und ein paar Transferkilometern ins Dammkar, das einzige deutsche Freeriding-Gebiet am Karwendel in Mittenwald: sieben Kilometer Abfahrt, bei der man 1300 Meter an Höhe verliert. Und das derzeit sogar mit ordentlich Schnee. Dass man dort im ungespurten Gelände den einen oder anderen mit der freien Ferse trifft, ist so gut wie garantiert.

Sehen: Freeheel-Festival mit den German Masters im Telemark-Ski am 12. 1. Beginn ca. 12 Uhr an der Bergstation Kreuzwankellift/Hausberg, Anmeldung: bis 10 Uhr am Drehmöser 9, Tel. 0151/12 12 28 14, » www.drehmoeser9.de oder unter » www.telemarkworks.com

Tragen: Telemark-Skischuh Scarpa T1, um 520 Euro, » www.scarpa-schuhe.de, High-Trail-Move-Skifelle, um 160 Euro, » www.novasport.com

Übernachten: In einem von 17 Iglus auf der Zugspitze, ab 99 Euro p.P., » www.iglu-dorf.com

Trinken: Im Zirbel, Promenade Straße 2, Tel. 0 88 21/716 71, » www.zirbelstubn.de

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