Zeitgenössische Kunst
Art Cologne kooperiert mit der NADA

Die Art Cologne wird 2012 jünger und internationaler. Das gelingt ihr durch eine Kooperation mit der amerikanischen New Art Dealers Alliance. Kölns Messedirektor Daniel Hug hat den Coup eingefädelt.
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KölnDie Art Cologne holt sich Besuch ins Haus. Die New Art Dealers Alliance (NADA) wird 2012 eine eigenständige Sektion innerhalb der Traditionsmesse bespielen. Es handele sich bei der Kooperation allerdings nicht um einen Buy-out in irgendeiner Weise, betont der Kölner Direktor Daniel Hug: „Beide Messen sind und bleiben selbständig.“ Konkret heißt das: „Wir machen eine neue Aufplanung in der oberen Halle. Ein Viertel der Stände (20 bis 30) geht an die NADA, die durch den eigenen Beirat bestimmt, wer mitmacht.“

Sprung nach vorn

Mit dem Coup holt sich die Art Cologne eine Verjüngung und Internationalisierung zugleich ins Haus, denn die NADA ist in der jungen New Yorker Galerien tief verwurzelt und betreibt mit der NADA  Art Fair im Dezember eine der renommierteren Satellitenmessen zur Art Basel Miami Beach. Hug erklärt: „Ich war ganz beeindruckt von der NADA in Miami, da waren echte Neuentdeckungen dabei.“ Zudem sei die Geschichte der NADA als Galerien-Initiative der Entstehung der Art Cologne nicht unähnlich.

Attraktiv für junge Galerien

Die Preise für das Segment sollen auch denen vergangener Zeiten ähneln. Ein 15 Quadratmeter großer Stand soll unter 3 000 Euro kosten. „Damit können auch junge Galerien aus Übersee es sich leisten, auf der Messe auszustellen“, so Hug. „Damit können wir die ganz junge Generation präsentieren. Es wird Überraschungen geben und viele Neuentdeckungen.“

Veränderung beim Open Space

An eine Vergrößerung der Ausstellerzahl ist jedoch nicht gedacht. Sie soll weiterhin bei rund 200 liegen. Die Tage des Open Space in der Messehalle sind damit offensichtlich gezählt. Das experimentelle Format, das nicht immer überzeugen konnte, soll mit einer noch nicht festgelegten Zahl an Einzelprojekten in die Stadt gehen.

Die NADA ist übrigens keine reine Ostküsten-Organisation, nicht einmal eine US-amerikanische. Sie steht international jungen Galerien offen. Aus Deutschland gehören ihr etwa die Berliner Klemm's und Ben Kaufmann an.

Art Cologne: 18. bis 22. April 2012

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