Zeitgenössische Kunst
Unerwartete Vorteile für Phillips-Auktion

Am Ende einer glänzend verlaufenden Auktionswoche ist immer noch Geld in den Taschen der Sammler. Diejenigen, die bei Sotheby’s und Christie’s zu kurz gekommen waren, bedienen sich bei Phillips und sorgen für ein glänzendes Ergebnis.
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New YorkAuch Phillips, das Schlusslicht einer überwältigend erfolgreichen Auktionsserie zeitgenössischer Kunst, konnte am 15. Mai 2014 dank globaler Beteiligung ein herausragendes Ergebnis vorweisen. 130,9 Millionen Dollar für 37 verkaufte Lose sind das zweitbeste Resultat für die Abteilung. Von 46 angebotenen Losen wurden 37 verkauft, darunter drei zu Rekordergebnissen für die jeweiligen Künstler. Für CEO Michael McGinnis hatte die Position als Schlusslicht der Woche sogar unerwartete Vorteile. „Durch die großartigen Resultate der anderen Häuser sind dort viele Unterbieter nicht zum Zuge gekommen. Sie konnten bei uns endlich aktiv werden“.

Die starken Preise hatten Vertrauen geschaffen. Phillips Toplos, Mark Rothkos „Untitled (Red, Blue, Orange) von 1955, wurde von drei Telefonbietern bis zu 56,2 Millionen Dollar umworben. (Taxe 50 bis 60 Millionen) Das ist ein guter Preis für das nur knapp 170 Zentimeter große Bild. Beim vorherigen Auktionsauftritt 2007 bei Christie’s war es von den Erben der rheinischen Sammler Viktor und Marianne Langen zu 34,2 Millionen Dollar verkauft worden. Für Gerhard Richters kleineres Format „Mädchen im Sessel (Lila)“ (1965/1966) wurden ebenfalls gute 8 Millionen Dollar gezahlt. Geschätzt waren 6 bis 8 Millionen Dollar. Die über sechs Meter lange Basquiat/Warhol Kollaboration „Zenith“ (1985) erzielte bei 11,4 Millionen Dollar sogar knapp einen neuen Rekord.

Aber Phillips ist ja vor allem bekannt für sehr junge heiß begehrte Talente. Sie wurden wie erwartet auch fieberhaft verfolgt. So stritten sich sechs Bieter um „Untitled (Flat)“ (2013) des 32-jährigen Marktdarlings Alex Israel. Sie hoben das Bild in den Farben eines Sonnenuntergangs in Los Angeles auf 581.000 Dollar inklusive Aufgeld. Erst im vergangenen November war es erfolglos bei Sotheby’s zu 70.000 bis 90.000 Dollar angeboten worden. Jetzt stand die Taxe schon bei 200.000 bis 300.000 Dollar.

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