Zürcher Kunstraub
Großeinsatz nach Hinweis

Offenbar hat die Schweizer Polizei eine mögliche heiße Spur im Fall des in der letzten Woche begangenen Kunstdiebstahls. So kam es in Zürich am Montag zu einer groß angelegten Aktion der Einsatzkräfte. Im Mittelpunkt stand dabei ein verdächtiges Fahrzeug.

HB ZÜRICH. Acht Tage nach dem spektakulären Kunstraub in Zürich gibt es möglicherweise eine heiße Spur: Die Polizei stellte am Montagabend ein verdächtiges weißes Auto sicher, in dem sich laut Medienberichten Gemälde befunden haben sollen. Die Stadtpolizei Zürich will am Dienstag informieren.

Stadtpolizei-Sprecherin Judith Hödl bestätigte auf Anfrage nur, dass die Polizei einen Hinweis auf ein verdächtiges Auto erhalten habe. Dieses befand sich auf dem Parkplatz der Psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli, wenige hundert Meter entfernt von dem am 10. Februar von drei maskierten und bewaffneten Tätern überfallenen Bührle-Museum. Der Hinweis löste eine umfangreiche polizeiliche Spurensicherung aus. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt.

Kurz nach 19.00 Uhr Uhr wurde das Auto von der Polizei zur weiteren Untersuchung abgeschleppt, wie Hödl bestätigte. Die großräumige Sperrung wurde aufgehoben. Hödl bestätigte Meldungen der Lokalsender Radio 24 und TeleZüri nicht, wonach sich in dem angeblich unverschlossenen Auto Gemälde befunden hätten. Mögliche weitere Informationen würden am Dienstag veröffentlicht, „falls an der Sache wirklich etwas dran ist“, sagte sie. Informationen über die Räuber lagen vorerst nicht vor.

Beim bewaffneten Raubüberfall auf die Bührle-Stiftung hatten die Täter Werke im Gesamtwert von rund 180 Mill. Franken (110 Mill. Euro) gestohlen: „Mohnfeld bei Vetheuil“ von Claude Monet, „Ludovic Lepic und seine Töchter“ von Edgar Degas, „Blühende Kastanienzweige“ von Vincent van Gogh und das wertvollste Bild im Raum, „Der Knabe mit der roten Weste“ von Paul Cézanne. Die Kunstwerke gelten wegen ihres weltweiten Bekanntheitsgrades in Fachkreisen als unverkäuflich.

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