Zusammenbruch
Jörg Immendorff auf dem Weg der Besserung

Jörg Immendorff ist auf dem Weg der Besserung. Nach einer Notarzt-Behandlung war der Maler in eine Herzklinik in Düsseldorf behandelt worden. Es besteht jedoch keine Lebensgefahr. Immendorff leidet seit langem an einer tödlichen Nervenkrankheit.

HB DÜSSELDORF. Sein Zustand befinde sich auf dem Weg der Besserung, hieß es am Donnerstag. Die Ärzte der Uni-Herzklinik in Düsseldorfdächten bereits über die Entlassung des prominenten Künstlers nach.

Nach Augenzeugenberichten war der 60-Jährige vor dem Krankenhaustransport am Mittwoch fast eine Stunde lang von einem Notarzt behandelt worden. Offenbar hatte der Künstler einen Kreislaufzusammenbruch erlitten. Immendorff leidet seit langem an der tödlichen Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose), die eine zunehmende Muskellähmung zur Folge hat.

Von dem international bekannten Maler ist derzeit eine stark beachtete Gemäldeschau in der Berliner Neuen Nationalgalerie zu sehen. Immendorff war in den 60er Jahren Student bei Joseph Beuys an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine bedeutendste Arbeit ist der expressive und von großen Menschenfiguren dominierte Bilderzyklus „Café Deutschland“, den er im Jahre 1978 begonnen hatte. In Hamburg und Düsseldorf eröffnete er Szene-Kneipen.

Der gefragte Künstler zeigte sich vor dem Ausbruch der Lähmung auch gern an der Seite seiner 30 Jahre jüngeren Ehefrau Oda als schillernder Partylöwe, schuf Bühnenbilder für die Salzburger Festspiele und porträtierte Bundeskanzler Gerhard Schröder. Mit seinen jüngsten Arbeiten tendiert der Künstler zum Surrealismus. Sein Maleraffen-Motiv, ein Schimpanse mit Pinsel, ironisiert das eigene Künstlergewerbe.

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