Zweistellige Wachstumszahlen
Hörbuchmarkt boomt

Der Umsatz mit Hörbüchern wird im laufenden Jahr in Deutschland wieder zweistellig zulegen. Grund dafür sind unter anderem neue Absatzwege wie das Internet. Wichtigster Vertriebskanal bleibt aber der Sortimentsbuchhandel.

HB FRANKFURT. Von Januar bis Ende September sei der Umsatz mit Hörbüchern in Deutschland im Sortimentsbuchhandel, in Warenhäusern und über das Internet um fast 20 Prozent nach 16 Prozent im Vorjahr gestiegen, sagte Marc Sieper, Mitglied im Arbeitskreis Hörbuchverlage im Börsenverein des Deutschen Buchhandels, am Mittwoch auf der Frankfurter Buchmesse.

Im laufenden Jahr könnte der Umsatz auf bis zu 100 Millionen Euro nach geschätzten 60 Millionen Euro 2004 steigen. Wachstumstreiber sei die Belletristik mit einem Plus von bislang fast 35 (Vorjahr: 20,6) Prozent. Die Sachgruppe Schule und Lernen wachse mit 16 Prozent mehr als doppelt so schnell wie im Vorjahr.

Dagegen scheint der Umsatz bei Kinder- und Jugendhörbüchern zu schrumpfen: Nach einem Plus im Vorjahr von 13,1 Prozent werde bislang ein Minus von 1,4 Prozent verzeichnet. "Das könnte ein Harry-Potter-Effekt sein", sagte Sieper. In einem Jahr mit einem Harry-Potter-Hörbuch merke man das deutlich an den Zahlen, in einem Jahr ohne eine Audio-Version eines solchen Bestsellers aus der Feder der britischen Schriftstellerin Joanne K. Rowling aber auch. Ein Zeichen für einen schwindenden Markt sei der Rückgang nicht.

"Wir sind noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angekommen", ergänzte Sieper. Jedoch müsse das Angebot differenziert werden, um auch Menschen anzusprechen, die sich bislang noch nicht für Hörbücher interessierten, forderte er. Auch neue Handelsformen müssten gefunden werden. Arbeitskreismitglied Claudia Gehre vom Audio-Verlag prognostizierte, mittelfristig würden sich die Zuwächse bei zehn bis 20 Prozent einpendeln.

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