Am Mittwoch entscheidet der WDR-Rundfunkrat, wer Monika Piel als Intendant beerben wird. Auch „Tagesthemen“-Moderator Tom Buhrow ist im Rennen. Er wäre nicht der erste bekannte Journalist auf dem Chefsessel des WDR. Mehr…
Es muss hektisch zugegangen sein, als Monika Piel das Rundschreiben an ihre Belegschaft verfasste. Sie braucht nur drei Zeilen, um ihre Mitarbeiter zu informieren, dass sie nicht weiter Intendantin des Westdeutschen Rundfunks sein werde. Warum sie diesen Schritt geht, verlängerte sie doch erst vor einem Jahr ihren Vertrag bis 2019, lässt sie bislang offen. Die Medien spekulieren über eine mögliche Krankheit, doch wer weiß, Piel war schon immer für die Abschottung ihres Privatlebens bekannt. Nur eines ist klar: Der größte Sender innerhalb der ARD braucht eine neue Spitze, die – und auch das wird regelmäßig kritisiert – mit Großteil Gebührengeldern ordentlich entlohnt ist.
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Es ist ein mächtiger Posten, der zu besetzen gilt. Der Intendant steht an der Spitze eines Senders mit einem Etat von 1,4 Milliarden Euro jährlich. Er ist für Betrieb und Programmgestaltung verantwortlich. Und repräsentiert die öffentliche Anstalt nach außen. Piels Fußstapfen sind groß. Doch immer wieder musste sie auch Kritik einstecken, sei es für luxuriöse Suiten in Zeiten des Sparens oder Fehlentscheidungen wie die, Thomas Gottschalk zur ARD zu holen.
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Der WDR schreibt die Stelle aus und beruft eine Findungskommission. Immer wieder geraten Namen in die öffentliche Diskussion. „Die Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo (Foto) sagt ab. Auch NRD-Intendant Lutz Marmor betont nicht für den Posten kandidieren zu wollen. Und der Name des ZDF-Intendanten Peter Frey taucht bis zuletzt immer wieder auf. Doch im Endeffekt sind es drei andere die das Rennen machen und aus denen am 29. Mai der Rundfunkrat einen auswählen wird. Drei die kaum etwas verbindet. Nur eins ist klar: Der neue Intendant des WDR ist Rheinländer.
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Kandidat Nummer eins ist der bekannteste – und ausgestattet mit einer sympathischen Art zu lächeln und zu sprechen. „Tagesthemen“-Moderator Tom Buhrow gilt als charismatisch, außerdem ist er ein versierter und erfahrener Journalist. Bei Mitarbeitern ist er bekannt für seine kollegiale Art. Aber genau aber das wird ihm auch vorgeworfen. Man sagt, ihm fehle die Managementerfahrung, seine Person passe nicht zum Amt.
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Nummer zwei im Bunde ist der jetzige Intendant von Radio Bremen, Jan Christoph Metzger. Auch er wurde, genau wie Buhrow von der Findungskommission vorgeschlagen und bewarb sich nicht selbst. Ihm werden gute Chancen auf den Posten nachgesagt. Ein Journalist durch und durch, der früher das „heute journal“ leitete. Doch auch an ihm geht die Kritik nicht vorbei. Er sei ein Verkaufstalent, habe sich aber inhaltlich nicht genug herausgetan, heißt es.
Die Nominierung Stefan Kürtens sorgte selbst bei Branchenkennern für irritierte Blicke. Er ist nicht sehr bekannt und hat es als einziger Initiativbewerber in die Endauswahl geschafft. Der Jurist arbeitete lange in der Sportredaktion des ZDF, bis er Direktor bei der Europäischen Rundfunkunion (EBU) wurde. Als sein Name im Rahmen der WDR-Intendanz bekannt wurde, wurde vermutet, dass Kürtens nur dazu diene, dass Bewerbungsverfahren nicht als Farce dastehen zu lassen. Doch beim EBU ist er für seine Verhandlungsstärke bekannt. Außerdem kenne er sich gut mit ZDF und ARD aus.
Am Mittwoch nun entscheidet sich wer der drei das Rennen machen wird. Gerade für Buhrow aber auch für Metzger spricht ihr höherer Bekanntheitsgrad, dem einen Deutschlandweit, der andere zumindest in der Branche. Schon früher sind mit Friedrich Nowottny (Foto) und....
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...Fritz Pleitgen (Foto) bekannte Fernsehgesichter zu Intendanten des Westdeutschen Rundfunks gewählt worden. Doch auch Kürten sollte man nicht vergessen. Er soll überzeugend vor der Findungskommission aufgetreten sein.
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