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1000. „Wer wird Millionär?": Jauchs erster Millionär ist keiner mehr

Mit lockeren Sprüchen und viel Wissen zockte sich ein Uni-Professor als erster bei Günther Jauch zur Million vor. Millionär ist er kurz vor der 1000. Ausgabe der RTL-Show am Freitag aber längst nicht mehr.

Eckhard Freise, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Wuppertal, gewann als erster bei Günther Jauch die Million. Quelle: dpa
Eckhard Freise, Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Wuppertal, gewann als erster bei Günther Jauch die Million. Quelle: dpa

MünsterVor zwölf Jahren triumphierte Eckhard Freise aus Münster als erster in der RTL-Quizshow „Wer wird Millionär?“. Damals brachte die richtige Antwort auf die Frage „Mit wem stand Edmund Hillary 1953 auf dem Gipfel des Mount Everest?“ dem Geschichtsprofessor eine Million Mark. Dabei wollte der Mann aus dem beschaulichen Münster eigentlich gar nicht ins Fernsehen. Wie sein Auftritt und der plötzliche Reichtum sein Leben verändert haben, erzählt der heute 67-Jährige im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

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Herr Freise, Sie wurden vor zwölf Jahren Günther Jauchs erster Fernseh-Millionär. Wie hat sich Ihr Leben seitdem verändert?

Freise: „Mehr, als ich gedacht hatte. Ich dachte, nach vier Wochen ist die Geschichte vorbei, ich habe wieder meine Ruhe und keiner erkennt mich mehr. Da habe ich mich gründlich geirrt. Ich werde bis heute erkannt und habe seit knapp zwölf Jahren eine Menge um die Ohren. Da ich nun mal der Erste war, werde ich auch immer wieder vorgeführt und bekomme bis heute mediale Einladungen der verschiedensten Art.“

Die Show „Wer wird Millionär?“

  • TV-Quizformat aus England

    „Wer wird Millionär?“ beruht auf einem TV-Quizformat aus England und ist international äußerst erfolgreich. In Großbritannien und den USA hieß die Show „Who Wants To Be A Millionaire?“, in Frankreich „Qui veut gagner des millions?“, in Italien wurde man vor der Euro-Umstellung sogar „Milliardär“ („Chi vuol essere miliardario?“). In Österreich trägt das Quiz den Titel „Die Millionenshow“.

  • Erfinder David Briggs I

    Der Engländer David Briggs entwickelte die Quiz-Idee im Jahr 1996 und landete einen Überraschungserfolg - in einer Zeit, in der viele das Wissensquiz im Fernsehen für tot erklärt hatten. 15 Fragen trennen den Auserwählten von der Million, der sich zunächst bei einem Schnelligkeitstest unter mehreren Kandidaten bewähren muss.

  • Requisite I

    Der Erfinder schrieb allen Sendern Details vor, wenn sie die Formatrechte erwarben: das Arena-Studio, die Licht-Effekte und die Musik sind deshalb weltweit in Dutzenden Ländern gleich. Das zeigt zum Beispiel auch der Film „Slumdog Millionär“ (Originaltitel: Slumdog Millionaire), der in Indien spielt und im Jahr 2009 acht Oscars gewann.

  • Gewinnbeiträge I

    Die Gewinnbeträge wachsen mit den immer schwieriger werdenden Fragen: von 50 auf 100, 200, 300, 500 Euro, es folgen 1000, 2000, 4000, 8000, 16.000, 32.000 und 64.000 Euro. Schließlich locken 125.000, dann 500.000 und schließlich eine Million Euro.

Was haben Sie denn mit dem ganzen Geld gemacht?

Freise: „Das ist schon lange weg. Das ist binnen eines Jahres ausgegeben worden - und zwar ganz bewusst. Wir wollten die Million nicht bunkern, sondern unter die Leute bringen. Wir haben viel gespendet und den Rest in unsere Doppelhaushälfte gesteckt.“

  • 03.02.2012, 21:48 UhrAnonymer Benutzer: Blinse

    @Profit
    Schöner nickname, aber kannst du auch lesen? Und wenn ja, hast du auch das Interview gelesen? Gibt es bei einer so klaren Sprache, die der Mann da wiedergibt, irgendwelche Mißverständnisse? Für einen gesunden Menschenverstand wohl nicht.

    Dieser Mann hat mir damals in der Sendung schon imponiert und mit diesem Interviww tut er es wieder. Läßt sich überhaupt nicht vom großen Geld korrumpieren.

    Profit, kannst du das auch von dir sagen? Denk mal nach, wenns denn geht.

  • 03.02.2012, 20:37 UhrMichel

    @ Profit
    Selten solchen Schwachsinn gelesen.
    Er hat genau das mit dem Geld gemacht, was er machen wollte. Hat es für sich selbst und andere verwendet.
    Und sie schwallern von "nicht mit Geld umgehen können".
    Schwachsinn eben.

  • 03.02.2012, 20:18 UhrAnonymer Benutzer: Profit

    Typisch Normalbürger: Von der Million ist nichts mehr da. Wenn aber ein Geschäftsmann aus der Million fünf macht, kommt der Neid und alle sagen: Der böse Unternehmer, die Vermögensverteilung ist zu ungleich und ähnlichen Schmarren. Der gute Professor ist der beste Beweis: Die meisten Menschen können mit großem Geld nicht umgehen, indem sie u.a. zu freigiebig sind. Das große Geld muß in den Händen von Unternehmern bleiben, die investieren es und schaffen dadurch auch für die Gesellschaft etwas sinnvolles!

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