
Als Journalist hat Horst Schlämmer ein Motto: "Immer janz discht dran und knallhart nachjefracht."

Bei der Damenwelt lässt er seinen ganz eigenen Charme spielen: "Schätzelein, isch bin ein Tiger, isch weiß, wo´s lang geht!" Fraglich, ob er mit solchen Sprüchen bei Claudia Roth landen würde.

"Auch im guten alten Horst pumpt die italienische Leidenschaft." Für Claudia Schiffer gibt es immerhin einen Strauß Blumen.

"In jedem Mann steckt ein Terrier. Meiner darf nachts raus."

Bei "Wer wird Millionär" schnappt sich Horst Schlämmer Jauchs Stuhl und lässt den Moderator raten. Als dieser bei 500.000 nicht weiterkommt, rät Schlämmer: "Ich würde nach Hause gehen und mir einen trinken."

Mit Horst Schlämmer sitzt man nie auf dem Trockenen, denn "Einer is' immer dabei." Und für Steffi Graf hat er auch immer noch einen zweiten im Handtäschchen.

"Wenn ich Kanzler werde, bleibt das Land eine Demografie."

Das Motto für den Wahlkampf ist schnell gefunden: "Yes, Weekend!"

Eine Umfrage zeigt: 18 Prozent würden Horst Schlämmer wählen. Die Zahl passt: "18 Prozent - das ist doch nicht schlecht, hat der Doornkart auch!"

Trotzdem plant er keine lange Politikkarriere: "Ich habe Rücken, Kreislauf und manchmal auch Gedächtnis. Machen wir uns nichts vor: Länger als vier Jahre halt' ich das nich' durch."
Als Journalist hat Horst Schlämmer ein Motto: "Immer janz discht dran und knallhart nachjefracht."
Berlin/MünchenDas ist doch mal eine These über Deutschland: „Hape Kerkeling ist unser kleinster gemeinsamer Nenner.“ Er hole jeden ab, den Intellektuellen, den Provokateur, den Normalo, die Oma, einfach jeden, schreibt die Autorin Alexandra Reinwarth in ihrem neuen Buch „Hape - Auf den Spuren des lustigsten Deutschen“, der ersten Biografie über den Fernsehstar und Bestsellerautor. Dass Kerkeling auch öfter seine nachdenkliche Seite zeige und sich zurückziehe, mache ihn so besonders sympathisch, findet Reinwarth.
Während andere Komiker polarisieren, scheint Kerkeling alle zu einen.
Der Spaßmacher selbst erklärte seine Beliebtheit mal damit, dass zumindest ältere Leute ihn als „das ewige Enkelkind“ sähen und ihm alles verzeihten. Doch zu verzeihen gibt es bei Kerkeling eigentlich nicht viel. Das findet auch Alexandra Reinwarth („Das Glücksprojekt: Wie ich (fast) alles versucht habe, der glücklichste Mensch der Welt zu werden“): Sie outet sich als Fan und schreibt auch so über ihren Hape. Das ist übrigens weniger störend als es jetzt klingen mag.
Apropos „Outing“: Kerkelings Liebesleben wurde Ende 1991 schlagartig Thema, als der Filmemacher und Aktivist Rosa von Praunheim den nicht-anwesenden Komiker in einer RTL-Sendung als prominenten Schwulen nannte. Kurz zuvor hatte Hape den ersten Höhepunkt seiner Karriere erlebt. Verkleidet als niederländische Königin Beatrix war er beim Bundespräsidenten am Schloss Bellevue vorgefahren und nahm so den Staatsbesuch-Zirkus auf die Schippe („Lecker Mittagessen“). Publikum und Kritiker waren begeistert.
Auch in jüngster Zeit behandelten manche Medien das Privatleben des Wahlberliners. Im März erzählte Kerkeling (46) der Zeitung „Bild am Sonntag“, er habe sich nach mehr als 27 Jahren von seinem Lebensgefährten Angelo Colagrossi getrennt. Das Buch erwähnt das im Kapitel „Das Outing und die Liebe“ und ist somit ziemlich aktuell.