Kultur + Literatur

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„Die Tribute von Panem“: Die beste Trilogie seit „Herr der Ringe“

So schön kann der Weltuntergang sein: Suzanne Collins entführt den Leser in ihrer Panem-Trilogie in eine wundervoll grausame Geschichte, der man sich nicht entziehen kann. Ein gigantisch spannendes Buch für Jugendliche und Erwachsene zugleich.

Das Buchcover des dritten Teil von "Die Tribute von Panem". Quelle: Oetinger Panem
Das Buchcover des dritten Teil von "Die Tribute von Panem". Quelle: Oetinger Panem

DüsseldorfSolche Bücher gibt es nicht alle Jahre. Da mag eine Cornelia Funke mit ihrer „Tintenherz“-Reihe (zweifellos zurecht) noch so großen Erfolg gehabt haben: Suzanne Collins stellt dies in den Schatten. Es ist nicht nur für Jugendliche praktisch unmöglich, ihre Trilogie „Die Tribute von Panem“ aus der Hand zu legen, sondern auch für Erwachsene. Kein Wunder, dass schon der erste Teil 2010 den deutschen Jugendliteraturpreis gewann und in den USA vieles von dem abräumte, was es abzuräumen gibt.

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Vor kurzem ist auch in Deutschland der dritte Teil der Panem-Reihe erschienen und gleich auf Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste geschossen. Und das übrigens völlig vampirfrei – ja, es geht noch! Wer die ersten beiden Teile gelesen hatte, konnte es wohl kaum erwarten. Aber es lohnt sich auch für all die anderen Leser, jetzt noch mit der Panem-Serie zu starten.

Die Geschichte spielt in einer nahen und leider nicht unrealistischen Zukunft. Schauplatz der Handlung ist der nordamerikanische Kontinent – vom Rest der Welt ist nicht die Rede. Das Leben ist mit dem heutigen nicht mehr vergleichbar. Wie es genau zur Apokalypse kam spielt gar keine Rolle. Kriege und Umweltkatastrophen haben die Zahl der Einwohner auf wenige Hunderttausend schrumpfen lassen.

Düster ist diese Welt von Panem, so heißt der Kontinent. Wie passend der Name ist im Hinblick auf das Lateinische Wort für „Brot“, wird mit jeder Seite deutlicher. In Panem gibt es keine Freiheit und keine Hoffnung – nur den Hunger. Den Hunger nach Freiheit und Gerechtigkeit, aber zunächst einmal nach etwas zu Essen. Das Land ist unterteilt in zwölf Distrikte und wird beherrscht von einem Despoten namens Präsident Snow, der im „Kapitol“ lebt. Hier ist alles technisiert und rein, während in den zwölf Provinzen die Armut herrscht.

Vor 75 Jahren haben sich die Armen vergeblich gegen die Machthaber erhoben. Zur Strafe veranstaltet das Kapitol einmal im Jahr „Hungerspiele“. Panem et Circenses - wie die Römer einst sagten. 24 Kinder oder Jugendliche fahren zu den Spielen in die „Arena“ – zwei aus jedem Distrikt. Sie werden „Tribute“ genannt. Welches Mädchen und welcher Junge aus jedem Distrikt los müssen, wird per Los entschieden. Nur eines der 24 Kinder überlebt. Wenn es hart kommt, muss man den besten Freund und Nachbarn töten.

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