Kultur + Literatur

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Diskriminierende Begriffe: Mehrheit will keine Änderungen in Kinderbüchern

Gehören Wörter wie „Negerlein“ oder „Zigeuner“ noch in Kinderbücher? Ja, meint die Mehrheit der Deutschen laut einer Umfrage. Sie glauben, dass das Vorlesen diskriminierender Begriffe keinen Einfluss auf ihre Kinder hat.

Autor Otfried Preussler: Die meisten Deutschen wollen, dass sein Kinderbuch „Der Räuber Hotzenplotz“ so bleibt wie es ist. Quelle: ap
Autor Otfried Preussler: Die meisten Deutschen wollen, dass sein Kinderbuch „Der Räuber Hotzenplotz“ so bleibt wie es ist. Quelle: ap

BerlinEine große Mehrheit der Deutschen lehnt die Streichung diskriminierender Begriffe wie „Negerlein“ aus Kinderbüchern ab. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sagten 70 Prozent, solche Wörter sollten nicht entfernt werden. Nur 22 Prozent sind dafür. 65 Prozent der Befragten finden, dass nachträgliche Eingriffe Zensur wären.

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Der Stuttgarter Thienemann-Verlag hatte im Januar angekündigt, Begriffe wie „Negerlein“ und „Neger“ aus Kinderbuch-Klassikern wie Otfried Preußlers „Die kleine Hexe“ zu streichen. Auch andere Verlage feilen daran.

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Über den Sinn solcher Maßnahmen wird heftig diskutiert. Unter den Männern ist die Ablehnung etwas größer (73 Prozent) als unter den Frauen (67 Prozent). Je älter die Befragten sind, desto stärker wollen sie an der vertrauten Fassung der Kinderbücher festhalten: Während unter den 16 bis 24-Jährigen immerhin 39 Prozent dafür sind, Wörter wie das „Negerlein“ zu verbannen, bejahen das bei der Altersgruppe ab 55 Jahren nur noch 16 Prozent.

Zwischen West und Ost gibt es keine großen Unterschiede: Im Westen sagen 69 Prozent Nein zu Änderungen, im Osten sind es 73 Prozent. Auch Haushaltseinkommen und Bildungsabschluss spielen bei der Bewertung kaum eine Rolle: So sind unter den Befragten mit Hauptschulabschluss ebenso 70 Prozent gegen nachträgliche Eingriffe wie unter denen mit Abitur.

  • 24.09.2013, 09:04 UhrWolfram

    Bin mal gespannt, wie dann der "Zigeunerbaron" zukünftig heissen wird.

  • 05.09.2013, 12:39 Uhrentewmarla

    Hallo liebe Obrigkeit, ich hoffe ich mache jetzt alles richtig: - ich schnalle mich im Auto an bevor es losfährt -ich trage jetzt permanent einen Helm, nicht mehr nur beim Ski- Auto- und Fahrradfahren, - beim fensterputzen sichere ich mich durch Seile wie beim klettern, - meinen Ehepartner, meine Kinder und meine Eltern sieze ich nun auch. Guten freunden habe ich auch das Du entzogen. Wenn ich ins Büro, zur Behörde oder sonstwo hingehe, benutze ich nur noch den Dienstboteneingang. Ich muss mal eben Pause machen, mein Rücken tut weh wg. der vielen Bücklinge… So jetzt geht’s weiter mit den Schilderungen meiner überarbeiteten Verhaltensweisen. Gelesen, geguckt, gehört und diskutiert wird nur noch Material, das vom NSA , BND, Grüne und vom BMI frei gegeben wurde. Fleisch und Käse konsumiere ich nicht mehr. Alkohol und Zigaretten kenne ich schon gar nicht mehr. Liebe Obrigkeit, sagt mir bitte, was ich jetzt noch tun kann, um Euch zu gefallen? Hä, was … Ach so - ja klar, ich mach sofart den Abgang - klar im Ausland - dann müsst ihr den Mist nicht wegräumen!


    oder sonstwo hingehe

  • 21.08.2013, 07:19 UhrDeutscher

    Wenn wir die Kinderbücher entdiskriminieren dann aber bitte die anderen Werke der Welt auch.
    Ich denke da vorallem an die religiösen Standanradwerke wie den Talmut, die Bibel und den Koran.
    Bei der Aktion müssen dann aber auch die gewaltverherrlichenden, sexistischen und frauenfeindlichen Teile umgeschrieben oder sogar entfernt werden.

    Dann gibt es noch historische Literatur die während der Weltgeschichte entstanden ist. Für die sollte es auch gelten.

    Die Kinderbücher umzuschreiben ist ein Hirngespinst das vieleicht gutgemeint ist aber an der Realität vobeigeht.

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