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Handschriften online: Goethes Briefe nun für Jedermann einsehbar

Klassische Korrespondenz für lau im Netz: Das Weimarer Goethe- und Schiller-Archiv stellt nun die Briefe Johann Wolfgang von Goethes an Charlotte von Stein online. Damit können sich Experten wie Laien die bisweilen weite Anreise sparen.

HB WEIMAR. Die 1770 Briefe Johann Wolfgang von Goethes an Charlotte von Stein sind jetzt online zu lesen. Damit sei einer der wertvollsten Handschriftenbestände des Goethe- und Schiller-Archivs über das Internet zugänglich, teilte die Klassik Stiftung Weimar am Freitag mit. Die Briefe an die sieben Jahre ältere Freundin und Vertraute stammen von 1776 bis 1826. Sie seien ein einzigartiges biografisches Dokument des Dichters vor allem für sein erstes Weimarer Jahrzehnt bis zur italienischen Reise 1786. Aus diesem Zeitraum seien nur lückenhafte Tagebuchaufzeichnungen erhalten.

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Auch sei der Kreis seiner Korrespondenzpartner noch vergleichsweise klein gewesen. In seinen Erinnerungen habe Goethe diese Zeit bis zu seiner Flucht nach Italien ausgespart. Die Briefe, die sich der Dichter nach dem Abkühlen der Beziehung zurückgeben ließ, seien damit über weite Strecken die einzigen schriftlichen Zeugnisse seiner Biografie in dieser Zeit. Die Handschriften sind an den elektronischen Fundus sämtlicher bekannter Goethe-Briefe angebunden, der bereits 2000 im Internet veröffentlicht wurde.

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