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Manfred Krug zum 75.: Vom Defa-Star zum Tatort-Kommissar

Erfolgreich in Ost und West: In den 70er Jahren war Manfred Krug der Publikumsliebling der DDR, in Deutschland machte er als „Liebling Kreuzberg“ Karriere. Zu seinem Geburtstag veröffentlicht er nun einen Bildband.

Manfred Krug präsentiert in Berlin seinen Bildband. Quelle: dpa
Manfred Krug präsentiert in Berlin seinen Bildband. Quelle: dpa

BerlinDer gelernte Stahlschmelzer Manfred Krug ist nach eigenem Bekunden „als Schauspieler auf die Welt gekommen“, der schon in frühen Jahren Hollywoods Star-Cowboy Gary Cooper verehrte. Denn der „hat nie etwas anderes gespielt als sich selbst, und das ist die Hohe Schule“, wie Krug in seinen Jugenderinnerungen „Mein schönes Leben“ (Econ) schrieb. An diesem Mittwoch, 8. Februar, wird der 1937 in Duisburg geborene Ost-West-Schauspieler, der als Junge mit seinem Vater 1949 in die gerade entstehende DDR übersiedelte und 1977 nach seinem Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns wieder in den Westen ging, 75 Jahre alt.

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Aus diesem Anlass blickt er wieder einmal ausführlich auf sein Leben zurück. Mit seinem „Bilderbuch - Ein Sammelsurium“ (Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag) machte er sich selbst ein üppiges Geburtstagsgeschenk und öffnete noch einmal die Koffer und Kisten vom Dachboden mit zahlreichen Erinnerungsfotos und Texten, mit denen er sein Leben und seine wechselvolle Karriere Revue passieren lässt. „Ich bin kein Held, ich bin kein Star, ich bin einzigartig MK“, meinte Krug bei der Buchvorstellung kurz vor seinem 75. Geburtstag in Berlin.

Auf jeden Fall hat MK aber viel zu erzählen. Immerhin war Krug in der DDR der „Tausendsassa der DEFA-Filme“, wo er in den Babelsberger Studios seit 1961 unter Vertrag stand. Da gab es auch mal den einen oder anderen „schrecklichen Film“, wie er sich erinnert. Auch im Fernsehen seien es anfangs „oft klägliche agitatorische Ost-West-Stücke“ gewesen, wie er in seinem „Bilderbuch“ schreibt. „Aber ich wollte lernen, ich wollte spielen, ich wollte mich zeigen.“

Später war er im Westen das liebenswerte und auch manchmal ruppige „Rauhbein, das von drüben kam“, wie ihn Zeitungen nannten. Mit Filmen wie „Mir nach, Canaillen!“, „Wege übers Land“, „Fünf Patronenhülsen“ und „Auf der Sonnenseite“ wurde Krug einer der populärsten Kino- und Fernseh-Schauspieler im Osten Deutschlands, der von 1969 bis 1973 mehrmals zum Publikumsliebling gewählt wurde. Später gehörte er zu den Künstlern, die auch in der Bundesrepublik - nach einigen Anlaufschwierigkeiten und Ängsten - den beruflichen Anschluss fanden.

Hier wurde er als brummiger „Tatort“-Kommissar Stoever als der „deutsche Kojak“ ein Fernsehstar und hier war er als „Liebling Kreuzberg“ auch der populäre Anwalt, der ein Herz für die kleinen Leute hat. Im ARD-Vorabendprogramm war Krug jahrelang der abenteuerlustige Truckerfahrer, der weltweit „Auf Achse“ war und damit zu einem TV-Publikumsliebling avancierte.

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